13.03.2018, 15:34 Uhr

Zecken: Die wichtigsten Irrtümer, die Sie kennen sollten

(Foto: Butch/Fotolia)

Der Österreichische Tierschutzverein räumt mit den verschiedenen Irrtümern rund um den Blutsauger auf.

Wenn die Temperaturen wieder milder werden, werden auch Zecken wieder aktiv und warten auf einen Wirt. Wer draußen unterwegs ist, kann den Kontakt mit den Spinnentieren kaum vermeiden. Hier fünf Dinge, die man beachten sollte:

• Zecken sind nur im Sommer aktiv: FALSCH!
Der optimale Temperaturbereich liegt bei 7 bis 25 Grad Celsius. Somit muss man von
Mitte März bis Ende Oktober mit Zecken rechnen. Selbst im Winter, wenn es mehrere Tage sehr warm ist, können Zecken aktiv werden.

Zecken sitzen auf Bäumen: FALSCH!
Vor allem im bodennahen Bereich auf Gräsern oder Büschen lauern Zecken gerne vorbeigehenden Lebewesen auf und haften sich von dort auf Tier und Mensch. Selbst auf der Liegewiese im Freibad kann man sich Zecken einfangen. Dies gilt ebenso für Parks und Gärten in Städten.

• Zecken sollte man einfach rausdrehen: FALSCH!
Öl, Klebstoff oder Benzin sind nicht zur Zeckenentfernung geeignet. Dabei entleeren die Tiere oftmals ihren Darm und die Giftstoffe gelangen so ins das Blut des Menschen. Am besten man benutzt eine feine Pinzette oder eine Zeckenzange, mit der man die Zecke vorsichtig entfernt. Wichtig ist dabei, die ganze Zecke noch lebend zu entfernen und sicher zu entsorgen.

Gegen Borreliose kann man sich impfen lassen: FALSCH!
Es gibt keine Impfung gegen Borreliose. Die gängige Zeckenimpfung schützt lediglich gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Es reicht, wenn ich morgen zum Arzt fahre: FALSCH!
Eine Zecke sollte so schnell wie möglich entfernt werden. Im Allgemeinen sagt man, dass eine Borrelioseinfizierung innerhalb der ersten sechs Stunden ausgeschlossen werden kann, weil die Zecke noch nicht genug Nahrung zu sich genommen hat.
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