24.10.2016, 10:34 Uhr

Denk Mal Global - Solidarökonomie

Nächster Termin: 18.01.2017 19:00 Uhr

Wo? Wissensturm, Kärntnerstraße 26, 4020 Linz AT
Linz: Wissensturm | Jeweils Mittwoch um 19.00, 18.01.- 15.02.2017
Wissensturm, Kärnterstraße 26, 4020 Linz
Eintritt frei!

18. Jänner 2017:

Andreas Novy, Universität Wien

Hat Solidarität eine Zukunft?

Eine Einführung zum Konzept und etablierten Praxisbeispielen

Solidarökonomische Ansätzen und Initiativen haben gemeinsam, dass sie soziale und ethische Dimensionen in all ihren wirtschaftlichen Aktivitäten berücksichtigen und das Gemeinwohl über den individuellen Profit stellen. Klingt nach reinem Wunschdenken? Nicht nur. Brasilien hat sogar einen Staatssekretar für Solidarische Ökonomie. Andreas Novy führt im Eröffnungsabend der Reihe durch theoretische Modelle und etablierte Praxisbeispiele.

Andreas Novy ist seit 2010 geschäftsführender Obmann der Grünen Bildungswerkstatt und seit 1999 ao. Universitätsprofessor an der Wirtschaftsuniversität Wien. Er war außerdem wissenschaftlicher Leiter des Paulo Freire Zentrum und ist derzeit Vorsitzender des Kuratoriums der ÖFSE (Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung).


25. Jänner 2017

Hans Eder, Intersol Salzburg

Solidarökonomie: Konzept – Praxis – Wirkung.

Beispiele aus der Zusammenarbeit mit El Salvador, Guatemala und Bolivien

INTERSOL ist ein konfessions- und parteipolitisch unabhängiger, gemeinnütziger Verein aus Salzburg, der 1992 gegründet wurde. Solidarische Ökonomie ist das übergreifende Prinzip in seiner Arbeit. Intersol wurde vom EU-Projekt SUSY (Sustainable and Solidarity Economy) als eines von zwei Good-Practice Beispielen in Österreich ausgewählt. Hans Eder berichtet über konkrete Umsetzungsbeispiele des solidarökonomischen Prinzips im Zusammenhang mit Entwicklungsprojekten.

Hans Eder, INTERSOL-Direktor, war bereits nach der Matura fünf Jahre im Einsatz als Entwicklungshelfer in San Ignacio de Velasco, Bolivien. Zurückgekehrt nach Österreich studierte er Politikwissenschaft, Publizistik und Philosophie an der Universität Salzburg. Er war unter anderem Leiter des Instituts für Internationale Solidarität am Salzburger Bildungswerk.


1. Februar 2017

Margit Appel, Netzwerk Grundeinkommen/KSÖ

Bedingungsloses Grundeinkommen. Ökonomischer Wahnsinn?

Wie solche Ansätze unsere Wirtschaft neu ausrichten können

Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens hat viele Fans – und zwar aus allen ideologischen Lagern der Ökonomie. Obwohl das Verteilen von Geld auf den ersten Blick nach „sozialistischem Wahnsinn“ aussieht, lohnt sich ein zweiter. Das fand sogar der liberale Ökonom Milton Friedman. Am 5. Juni 2016 stimmte die Schweiz erstmals darüber ab, ob das bedingungslose Grundeinkommen als Leitgedanke in die Verfassung geschrieben wird. Ab 2017 gibt es in Finnland konkrete Testversuche. Margit Appel vom Netzwerk Grundeinkommen erklärt, wie solche Ansätze unsere Ökonomie neu ausrichten können.

Margit Appel studierte in Wien Politikwissenschaft, Soziologie und Frauenforschung. Als Erwachsenenbildnerin entwickelt und begleitet sie. Seit 1998 ist Appel bei der Katholischen Sozialakademie Österreichs ksoe beschäftigt und betreibt dort Grundlagenarbeit zu wirtschafts- und sozialpolitischen Fragen.


8. Februar 2017

Silke Helfrich, Commons Strategies Group Jena

Commons als transformative Kraft

Vom Engagement gegen Privatisierung und Kommerzialisierung von Natur, Wissen und öffentlichem Raum.

Die ProtagonistInnen der Commons engagieren sich lokal und international gegen die weitere Privatisierung und Kommerzialisierung von Natur, Wissen, öffentlichem Raum und für eine andere Form der institutionellen Organisation. Damit treten sie Staat und Markt entgegen, die oft eine gemeinsame Vision von technologischem Fortschritt und Wettbewerb verfolgen. Silke Helfrich vermittelt, was sich in der Commons Bewegung tut und welche transformativen Kräfte die AkteurInnen freisetzen können.

Silke Helfrich, freie Publizistin und Mitbegründerin der Commons Strategies Group, lebt und arbeitet in Jena. Sie war langjährige Büroleiterin für Mittelamerika/Mexiko der Heinrich-Böll-Stiftung und ist Herausgeberin von »Wem gehört die Welt?« (2009) und von »Was mehr wird, wenn wir teilen« (Elinor Ostrom, 2011). Sie bloggt auf www.commonsblog.de.


15. Februar 2017

Elisabeth Grimberg, Instituto Polis,

Orangenproduzentin von Coopersanta Brasilien

Bernhard Leubolt, Journal für Entwicklungspolitik

Erfolgsgeschichten der solidarischen Ökonomie in Brasilien

Recycling in São Paulo und Orangensaft für den Fairen Handel, selbstorganisiert und selbstverwaltet

Seit den 1990ern findet die solidarische Ökonomie vermehrten Aufschwung in Brasilien. Kooperativen, Universitäten, KonsumentInnen fanden sich als AkteurInnen zusammen, um die Auswirkungen von Ölkrise und Sparmaßnahmen der Militärregierung die Stirn zu bieten. Elizabeth Grimberg berichtet von der Erfahrung der Müllsammler-Kooperative Coopamare, die heute zu den weltbesten Beispielen zählt. Coopersanta hingegen ist eine kleinbäuerliche Orangen-Kooperative, die vor 15 Jahren von PlantagenarbeiterInnen gegründet wurde, mit Unterstützung eines Fairtrade-Programms, um den ersten Fairtrade-Orangensaft zu verkaufen. Bernhard Leubolt dokumentierte für das SUSY-Projekt die brasilianische Expertise zur Solidarökonomie.
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