09.10.2017, 10:48 Uhr

Linzer mit OÖ Leistungspreis ausgezeichnet

Von links: Michael Strugl, Melanie Fuchs (1. Preis in der Kategorie „Jugend“), Erik G. Hansen (1. Preis in der Kategorie „Wissenschaft“), Michael Hurnaus (1. Preis in der Kategorie „Arbeits- und Unternehmerwelt“), Florian Gschwandtner (Sonderpreis für „Lebensleistung“) und Markus Raml. (Foto: Land OÖ/Kauder)
Zum dritten Mal wurde heuer der OÖ Leistungspreis verliehen. Ins Leben gerufen wurde die Auszeichnung von Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl und Markus Raml vom "Raml und Partner Forum". Heuer stand die Verleihung unter dem Motto "Stärken stärken reloaded". „Oberösterreichs Ziel ist, zu den Innovation-Leadern aufzuschließen. Nur mit Leistungsbereitschaft werden wir dieses Ziel erreichen. Die heute ausgezeichneten Preisträger sind der beste Beweis dafür, dass wir auf einem guten Weg sind“, zeigte sich Strugl von den Leistungen der Preisträger beeindruckt. Diese zeichne allerdings viel mehr aus, als die Leistungsbereitschaft, so Strugl: „Es ist vor allem auch ihr Mut und ihre Konsequenz, neue Wege zu beschreiten und sich nicht beirren zu lassen.“ Raml unterstrich vor allem die Bedeutung von Leistung aus unternehmerischer Sicht. „Wir müssen uns täglich fragen, wie wir unsere Stärken noch weiter ausbauen bzw. trainieren können. Wie können wir Anreize schaffen für die Extra-Meter, die oft notwendig sind und die wir uns durch andere abheben“, so Raml, der hier auch den Grundgedanken des Leistungspreises verortet sieht: „Die Leistungsträger sind die personalisierte Stärke unseres Bundesland, deshalb wollen wir ihnen eine Bühne geben und sie so bestärken und zugleich auch andere auf dem Weg der Leistungsbereitschaft mitnehmen.“

Vier Preisträger aus Linz

Ausgewählt wurden die Preisträger von einer 18-köpfigen Jury unter dem Vorsitz von Meinhard Lukas, Rektor der Johannes Kepler Universität Linz. „Die große Zahl an spannenden Projekten und ihre Vielfalt haben mich einmal mehr beeindruckt. Die Einreicher verfügen über Visionen und Mut, neue Ideen umzusetzen“, so Rektor Lukas. Mehrere Preise gingen auch nach Linz. In der Kategorie "Arbeits- und Unternehmerwelt (bis 40 Jahre)" belegte Michael Hurnaus den ersten Platz. Er ist Gründer des Unternehmens "Tractive", das sich mit der GPS-Ortung von Hunden und Katzen beschäftigt und inzwischen zum weltweiten Marktführer aufgestiegen ist.
Preisträger in der Kategorie "Wissenschaft (bis 40 Jahre)" sind Erik G. Hansen sowie Gerda Buchberger und Jürgen Schöftner. Hansen ist Vorstand des Stiftungsinstituts für Integrierte Qualitätsgestaltung (IQD) an der Johannes Kepler Universität. Das IQD lehrt und forscht über ganzheitliche Qualität unter Berücksichtigung von ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten im Kerngeschäft von Unternehmen. Hansen ist Autor zahlreicher als „meist zitiert“ oder „meist gelesen“ indizierten Fachzeitschriftenartikel. Buchberger und Schöftner setzen sich als interdisziplinäres Forschungsteam aus Maschinenbauer und Physikerin mit widerstandsbehafteten Elektroden auseinander. Sie entwickelten ein vereinfachtes Modell bei gleicher oder sogar deutlich besserer Leistungsfähigkeit.

Für Lebensleistung ausgezeichnet

Der Preis für die Lebensleistung ging an Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner. Er gründete Runtastic 2009 gemeinsam mit drei Studienkollegen. Heute zählt Runtastic mehr als 200 Mitarbeiter und gehört zu den Top 3 der weltweiten Fitness-Apps. „Florian Geschwandtner hat nicht nur Mut bewiesen, indem er sich mit einer zu dieser Zeit unkonventionellen Idee selbstständig gemacht hat, sondern auch Konsequenz, indem er allen Widerständen zum Trotz gemeinsam mit seinen Mitstreitern ein nunmehr weltweites bekanntes Unternehmen aufgebaut hat. Er ist damit ein wichtiges Vorbild für alle engagierten und leistungsbereiten Menschen in unserem Land, dass es sich lohnt, Mut zu Neuem zu haben und dabei auch Risiken einzugehen. Darüber hinaus unterstützt Florian Gschwandtner auch andere Start-ups, indem er als Business Angel nicht nur Kapital, sondern auch seine Kompetenz und seine Erfahrungen zur Verfügung stellt“, unterstrich Strugl in seiner Laudatio.
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