20.04.2017, 16:12 Uhr

Asylwerber für die städtische Reinigung

(Foto: Stadt Linz)

Seit Montag sind zwei Asylwerber für die Straßenreinigung in der Linzer Innenstadt unterwegs.

Für viele Asylwerber stellt es eine große Problematik dar, dass sie während des Asylverfahrens nicht arbeiten dürfen. Am Montag startete ein neues Projekt der Stadt Linz, wo Asylwerber bei der Straßenreinigung mitarbeiten können. Jeweils zwei von der Caritas zugeteilte Personen sind nachmittags auf festgelegten Strecken unterwegs. Im Rahmen der freiwilligen Arbeit reinigen sie die Gebiete von den gröbsten Verschmutzungen wie Zeitungen, Dosen, Flaschen oder Verpackungsmaterial. Basis dafür ist das Grundversorgungsgesetz des Bundes. Demnach ist es gestattet, gemeinnützige Arbeiten an erwachsene Asylwerber zu vergeben. „Diese Maßnahme soll in den Sommermonaten zu einem sauberen Stadtbild beitragen und es Asylwerbern ermöglichen, durch eine sinnvolle Beschäftigung Teil der Gesellschaft zu werden und auch einen Teil für das Miteinander zu leisten. Diese Maßnahme trägt auch zu einem nachhaltigen Integrationsprozess bei“, so der für Stadtgrün und Straßenbetreuung zuständige Vizebürgermeister Bernhard Baier (ÖVP).

„Lieber Asylberechtigte“

Kritik kommt von der FPÖ. „Wir sind der Meinung, dass, wenn schon Asylanten diese Chance angeboten werden soll, dann doch nicht allen Asylwerbern, deren Zukunft noch in den Sternen steht“, sagt Günther Kleinhanns. Er würde es bevorzugen, Asylberechtigte anstelle von Asylwerbern einzusetzen.
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