04.08.2016, 10:48 Uhr

Besserer Schutz von Naturflächen notwendig

Brachflächen sind wahre Pumpstationen der Artenvielfalt, welches sich dem Besucher in einer mannigfaltigen Vegetation und umfangreichen Tierwelt widerspiegelt. Immer wieder tauchen auf diesen besonderen Biotopen bereits gefährdete Arten auf, wie zum Beispiel dieser kleine Bläuling mit dem Namen Zwerg-Bläuling (Cupido minimus). Der fliegende Linzer Edelstein wird in der roten Liste Oberösterreichs bereits als gefährdete Art geführt und es handelt sich hierbei um die kleinste Tagfalterart Mitteleuropas. Sein ihm zugewiesener Name weist bereits auf die geringe Größe dieser Schmetterlingsart hin, dessen Flügelspannweite ab 18 bis 22 Millimeter beträgt.
Der kürzliche Neufund auf Biotop 2 (Biotopverbund Grünes Artenschutzband) zeigt, wie artenreich und schützenswert Brachland sein kann.
Damit brachliegendes Land erst als erhaltenswert eingestuft und danach als innerstätische Schutzzone deklariert werden kann, muss dort ein Artenmonitoring stattfinden. Dies sei insbesondere dann dringend notwendig, wenn größere Brachflächen, wie zum Beispiel Industriebrachen, für eine Verbauung (Wohnungsbau, Ansiedlung von Firmen) vorgesehen wurden und festgelegte Flächenmindestgrößen eine UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung) verhindern.
Durch diese meinerseits empfohlene und meinem Naturverständnis entsprungene lebensraumerhaltende sowie artenschonende Vorgangsweise kann bereits im Vorfeld ein Supergau der Artenvernichtung auf artenreichen Biotopen verhindert werden, welches nur in unser aller Interesse sein kann. Denn wir alle sind letztendlich dazu verpflichtet unser natürliches sowie kulturelles Erbe, in Form von Artendiversität pflanzlicher und tierischer Organismen und deren Lebensräume, der Nachwelt zu erhalten.
Hier muss unser Oö. Natur- und Landschaftsschutzgesetz 2001 sowie die OÖ. Artenschutzverordnung noch Stärke beweisen. Ein Mindestmaß an Lebensraum sollte unserer Pflanzen- und Tierwelt schon zugestanden werden, welches mit dem oben erwähnten Punkt – Artenmonitoring vor Erteilung von Baubewilligungen bei größeren Grundflächen ohne UVP – bereits eine mehr als dringende Modifikation unseres Naturschutzgesetzes erkennen lassen.

Foto: Zwerg-Bläuling (Cupido minimus) auf Biotop 2 (Trockenbrache Heizhausstraße) - Biotopverbund Grünes Artenschutzband.
Rote Liste Oberösterreich, Gefährdungsgrad (Kat. 3).

Ihr Verhaltensforscher
Franz Huebauer

Quelle: Wikipedia, OASIS
3
Diesen Mitgliedern gefällt das:
2 Kommentareausblenden
39.314
Elisabeth Staudinger aus Vöcklabruck | 08.08.2016 | 18:06   Melden
725
Franz Huebauer aus Linz | 08.08.2016 | 23:50   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.