19.10.2014, 21:37 Uhr

BUCH TIPP: Wege aus der betrieblichen Klimakatastrophe

Wie hoch sind die Kosten der Demotivation von Mitarbeitern? Und wie sieht der Quellcode der Begeisterung aus? Betriebswirt, Philosoph und Kommunikationswissenschafter Michael Vogler skizziert in seinem jüngsten Buch „Wieso arbeiten wir eigentlich hier?“ Schritte zu einer Unternehmenskultur, in der Leidenschaft ein begeistertes Miteinander und lustvolles Schaffen fördert.

Gemeinsam lustig furzen lernen

Schon Martin Luther stellte vor fünfhundert Jahren fest, dass aus einem verzagten Arsch niemals ein fröhlicher Furz komme und forderte: „Ich will, dass wir lustig furzen lernen.“ Diesem Motto folgend entwirft der Unternehmensberater Vogler eine Organisationskultur, die grundlegende Bedürfnisse der Menschen nach Anerkennung und Zugehörigkeit nährt.

Wer nicht will, findet Gründe
Vom wirtschaftlichen Erfolg durch Miteinander und Synergien wird in Unternehmen und Seminaren zwar viel gesprochen. Mitarbeiter werden trotzdem meist als Produktionsfaktoren gesehen. Sie funktionieren unter solchen Umständen zumeist – allerdings ohne Engagement. „Innere Kündigungen“ und miese Stimmung vernichten Kapital, denn nichts ist so teuer wie der Leistungsabfall durch Frustration.

Am Sonntag schon auf Montag freuen
Unternehmen, in denen Mitarbeiter als Partner gesehen werden und nicht als unwillige Untertanen, die durch Zwang diszipliniert werden müssen, sind nicht die Norm. Ein Jahrzehnt als Organisationsentwickler lehrte den Autor, dass nichts Ansehen mehr stärkt, als ein Führungsverständnis, das Freiräume schafft, die Würde achtet sowie das Vertrauen und Miteinander fördert. Wer will, findet einen Weg. Und der beginnt ... mit dem ersten Schritt.


Verlag Konturen, 187 S., € 24,-


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