18.09.2014, 11:57 Uhr

Entwurf für neue Donaubrücke vorgestellt

Spannende Akzente bei Nacht. (Foto: Marc Mimram Architecte)
Bis spät in die Nacht hat eine 14-köpfige Jury debattiert, wie die neue Donaubrücke in Linz aussehen soll. Heute wurde der Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs entschieden. Das Projekt von "Marc Mimram Ingénerie SA und Marc Mimram Architecte" aus Frankreich gewann mit zwölf zu zwei Stimmen.

Leichtigkeit und Eleganz

Die neue Brücke weist eine moderne Stahlstruktur auf, die die Bedeutung der Stahlindustrie in Linz widerspiegeln soll. "Das Projekt besticht durch seine Leichtigkeit und hat das Potential eines neuen Stadtsignets", sagt Heinz Lang, Vorsitzender der Jury. Bürgermeister Klaus Luger ist sicher, dass "diese Brückenlösung auch bei den Linzerinnen und Linzern Gefallen finden wird". Die neue Brücke soll Platz für Fußgänger und Radfahrer bieten, dazu zwei Richtungsfahrbahnen für den Individualverkehr und Busse sowie für den Schienenverkehr der geplanten 2. Schienenachse. "Kleine Ausbuchtungen und Balkone dienen als Verweilplätze für Fußgänger und Radfahrer", so Lehner. Fachjuror Rudolf Wernly bezeichnet den Entwurf als "elegant, leicht und transparent. Er hält den Blick auf den Strom und die anderen Brücken frei." Enstanden sei keine 0815-Brücke: "Hier hat sich jemand überlegt, etwas Besonderes für Linz zu schaffen", so Wernly.

Eisenbahnbrücke soll bis Baubeginn befahrbar sein

Die Experten gehen davon aus, dass die geplanten 50 Millionen Euro an Nettoherstellungskosten eingehalten werden können. Die Bauzeit soll etwa 2,5 bis drei Jahre betragen. Zuvor müssen mehrere Rechts- und Genehmigungsverfahren durchlaufen werden. Klappt alles nach Plan, könnte die neue Brücke bereits 2020 fertig sein. "Die alte Eisenbahnbrücke soll so lange wie möglich zur Verfügung stehen. Es gibt eine permanente Überprüfung, man kann jedoch für nichts garantieren", so Bürgermeister Klaus Luger. Bevor die neue Brücke gebaut werden kann, muss die Eisenbahnbrücke jedoch endgültig abgerissen werden. Die Lebensdauer des neuen Brückenprojekts ist auf rund 100 Jahre festgelegt.


Liebe Leser, was haltet ihr von der neuen Donaubrücke? Was gefällt, was fehlt, was hätte man besser machen können? Oder soll die alte Eisenbahnbrücke bleiben? Wir freuen uns über zahlreiche Kommentare hier beim Artikel, auf unserer Facebook-Seite "Meine Stadt Linz" oder per Mail an linz.red@bezirksrundschau.com
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Maria Hütter aus Josefstadt | 19.09.2014 | 12:04   Melden
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