12.09.2014, 11:59 Uhr

"Es war eine Saison der Superlative"

Von links: Uwe Schmitz-Gielsdorf, Kaufmännischer Vorstandsdirektor TOG, Landeshauptmann Josef Pühringer, Generalmusikdirektor Dennis Russell Davies und Intendant Rainer Mennicken. (Foto: LandOÖ / Stinglmayr)

Landestheater konnte sich in der vergangenen Saison über mehr als 340.000 Besucher freuen.

"In einer Kultureinrichtung kann man selten sagen, dass man gestürmt wurde", so Landeshauptmann Josef Pühringer. Im Landestheater war jedoch genau dies in der vergangenen Saison der Fall. Exakt 342.544 Menschen besuchten eine Vorstellung im Musiktheater, im Schauspielhaus an der Promenade oder im u\hof:. Das waren fast 100.000 Besucher mehr als in der vergangenen Spielzeit. Besuchermagnet war vor allem das Haus am Volksgarten – es erreichte einen Anteil von rund 71 Prozent der Gesamtbesucherzahl. "Unser Optimismus wurde noch übertroffen", freut sich Pühringer über den Erfolg.

Beeindruckende Zahlen

Das Landestheater hat seine Anzahl an Veranstaltungen in der Spielzeit 2013/14 um 54 auf insgesamt 878 gesteigert. Im Großen Saal des Musiktheaters haben aufgrund der großen Nachfrage 50 Vorstellungen mehr stattgefunden als für die Spielzeit geplant waren. Das meistbesuchte Stück war die "Zauberflöte". Ein Großteil der Besucher kam aus Oberösterreich (261.270), mehr als 7100 kamen aus dem Ausland. Der erste Schritt ins Theater erfolgt oft durch eine Führung: 32.614 Gäste nutzten bei 1492 Führungen die Chance, Theaterluft zu schnuppern und besichtigten das Musiktheater. Uwe Schmitz-Gielsdorf, Kaufmännischer Vorstandsdirektor, rechnet damit, dass auch die geplanten Einnahmen aus dem Kartenverkauf in Höhe von 5,4 Millionen Euro sicher erreicht wurden: "Der Mehraufwand aufgrund des überplanmäßigen Angebots wurde durch den Mehrerlös aus dem Kartenverkauf gedeckt."

Umbau an der Promenade verschoben

Schlechte Nachrichten gibt es für das Schauspielhaus an der Promenade. Der für 2015 geplante Umbau wird um ein Jahr verschoben. "Wir haben wie Fülle bürokratischer Erfordernisse und die anfallende Arbeit unterschätzt. Der Umbau soll ordentlich vorbereitet und geplant werden, damit er in einem Jahr über die Bühne gebracht werden kann", so Pühringer. Start soll nun im Sommer 2016 sein. Ob das Haus für die Dauer des Umbaus geschlossen werden muss, sei laut Pühringer noch nicht absehbar. Einstweilen befindet sich im Schauspielhaus die weltweit einzigartige Spielstätte "Arena", eine Überbauung des ersten Rangs, die sich bis auf die ehemalige Hinterbühne fortsetzt und so eine spektakuläre ovale Arena mit 25 Metern Durchmesser bildet, die eine verblüffende Nähe zu den Darstellern ermöglicht.

Highlights in der neuen Saison

Tosca (Regie: Rainer Mennicken) eröffnet am 12. September 2014 die neue Spielzeit am Standort Volksgarten. "Turn of the Screw" (Regie: Marianna Andreev) am 19. September in der Blackbox. Mit "Les Misérables" (Regie: Matthias Davids) feiert am 27. September das Musical der Superlative Premiere. Die temporäre Arena im Schauspielhaus wird mit Shakespeares "Das Wintermärchen" am 20. September eröffnet. In den Kammerspielen wird Schillers "Kabale und Liebe" am 26. September (Regie: Bernarda Horres) präsentiert. Am 10. Oktober zeigt der u\hof die österreichische Erstaufführung "Die Prinzessin und der Pjär" (Regie: Dora Schneider). Tags darauf wird mit "Der Nussknacker" eines der beliebtesten Ballettstücke des klassischen Repertoires (Choreografie: Mei Hong Lin, Musikalische Leitung: Dennis Russel Davies) am 11. Oktober die Ballettsaison im Großen Saal des Musiktheaters eröffnet.
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