17.09.2014, 09:50 Uhr

"Fanatismus ist in allen Religionen gefährlich"

Der Schriftsteller bei der Arbeit: Gerhard Pauza schreibt neben seinem Beruf als Religionslehrer Bücher. (Foto: BRS)

Der Linzer Autor Gerhard Pauza lässt sich von wahren Begebenheiten und Zeitungsartikeln inspirieren.

Wer im Referat für Weltanschauungsfragen – im Volksmund meist „Sektenreferat“ genannt – arbeitet, ist mit den sonderbarsten Geschichten konfrontiert. So erging es auch Gerhard Pauza. Der Linzer, der heute Religion am BRG solarCity unterrichtet, war jahrelang im Sektenreferat tätig. Seine Erfahrungen füllen mittlerweile zwei Romane. Wie in seinem Erstlingswerk „Polenreise“, das bereits 2008 erschien, widmet sich Pauza auch in seinem neuen Buch „Das Wasser war doch nicht zu tief“ dem Thema religiöser Fanatismus. Das zweite Werk des Linzer Autors wurde Anfang des Jahres veröffentlicht.

Katholische Erziehung

Erzählt wird die Geschichte der Familie Perka – Vater Gerald, Mutter Hanni, Tochter Lotte und die beiden Söhne Berti und Andi. Beide Elternteile stammen aus streng katholischem Hause. Da sie Geschlechtsverkehr vor der Ehe hatten und Hanni dabei schwanger wurde, wurden die beiden von Hannis konservativ-katholischer Mutter subtil genötigt zu heiraten. Sie konnten sich diesem Druck nicht entziehen, auch wenn das aus heutiger Sicht unvorstellbar erscheint. Jahre später verliebt sich Gerald in seine Arbeitskollegin. Er entscheidet sich zunächst für das Ausharren mit der Familie, doch im Lauf der Zeit wird die Ehe für beide Partner zur Hölle.

Ende mit vier Varianten

Der Autor gibt seinem Roman vier verschiedene Schlussvarianten. Zwei davon, die tragisch mit Mord und Totschlag enden, basieren auf realen Presseberichten, deren Inhalte Pauza übernommen und dabei nur die Namen der Personen ausgetauscht hat. „Wenn ich solche Artikel lese, frage ich mich immer, wie so etwas passieren kann. Mein Buch liefert einen möglichen Hintergrund“, so Pauza. In einer weiteren Variante schildert der 58-Jährige einen klassischen Rosenkrieg, parallel dazu aber auch eine berührende Liebesgeschichte.

Moralkeule

Das vierte Ende hingegen zeigt, wie eine Trennung oder Scheidung heutzutage in würdevoller und wertschätzender Form zum Wohle aller Beteilig-ten gelingen kann. „Das Buch soll zeigen, dass die ständige Moralkeule zu grausamen Taten führen kann und dass religiöser Fundamentalismus in allen Religionen gefährlich ist“, so Pauza.

Gewinnspiel: Wir verlosen vier Exemplare des Buches „Das Wasser war doch nicht zu tief“. Die Gewinner werden am Freitag, 17. Oktober, per Zufallsverfahren gezogen. Das Buch wird per Post verschickt.

Die Aktion ist bereits beendet!

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ingrid cervinka aus Wieden | 17.09.2014 | 12:38   Melden
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