29.08.2014, 17:14 Uhr

Förderaktion: 1 Million Euro für Solarstromspeicher

Solarstromspeicher – höherer Eigenverbrauch erhöht die Effizienz: Durch Solarspeicher können statt bislang nur 30 Prozent bis zu 70 Prozent des Solarstroms privat verbraucht werden. (Foto: fotolia/doc_rabe)

Ab 1. September 2014 können Privatpersonen eine Förderung für stationäre Solarspeicher beantragen, teilt Landesrat Rudi Anschober mit. Damit werde der nächste Schritt zu Umsetzung der Energiewende in Oberösterreich gesetzt.

LINZ, OÖ (smw). 15.500 Photovoltaik-Anlagen gibt es derzeit in Oberösterreich. Auf einer Fläche von 1,12 Millionen Quadratmetern – also rund 150 Fußballfeldern – wird Solarstrom produziert. Die nicht ausgereifte Speichertechnologie und der geringe Marktwert, wenn man Solarstrom ins Netz einspeist, waren bislang mit Gründe, warum Solarstrom in Oberösterreich weniger als ein Prozent des oberösterreichischen Strombedarfs abdeckt. Das soll sich ändern, so Anschober. Mit der Impulsföderung der jetzt ausgereiften Speichertechnologie sollen es bis 2020 zehn Prozent werden. Etwa 200 Solarstromspeicher werden gefördert. Damit soll die Markteinführung von Batteriespeicherunternehmen unterstützt und der Aufbau von Know-how etwa bei der Installationstechnik erleichtert werden, erklärt Anschober.

Solarspeicher als Ergänzung zur Photovoltaikstromerzeugung
Weil Solarstrom ohne Speichermöglichkeit direkt verbraucht werden musste, wenn er produziert wird, wurden bislang etwa 70 Prozent ins Netz gespeist, nur 30 Prozent verbraucht. Solarstromspeicher ermöglichen einen durchschnittlichen Eigenverbrauch von bis zu 70 Prozent.


Fördervoraussetzungen
Das Umweltressort des Landes Oberösterreich fördert Privatpersonen mit Hauptwohnsitz in Oberösterreich, die einen stationären Solarstromspeicher in Oberösterreich für die Nutzung im Haushalt installieren. Es werden Speicher auf Lithium-Technologie-Basis, nicht aber Blei-Säure-Basis oder Blei-Gel-Technologie gefördert.

Vorausgesetzt wird auch die Notstromfähigkeit des stationären Speichers. In einem zweistufigen Verfahren sind erst Kostenvoranschläge zuholen, danach ein Förderansuche zu stellen. Innerhalb eines Jahres muss die Installation des Speichers umgesetzt werden.

Gefördert werden bis zu 800 Euro je Kilowattstunde Nennkapazität oder maximal 50 Prozent der Brutto-Anschaffungskosten. Es werden Speichersysteme mit einer maximalen Nennkapazität von sechs kWh, also 4800 Euro je Förderwerber gefördert.
Die Kosten für einen Solarspeicher mit 6 kWh Nennkapazität und die Installations sollen bei etwa 10.000 Euro liegen.

Die Förderaktion beginnt am 1. September 2014.


DATEN & FAKTEN

Bei der Umsetzung der Energiewende hat Oberösterreich die Nase vorn. Derzeit liegt der Anteil der Erneuerbaren Energie am Gesamtenergieverbrauch bei fast 40 Prozent, bei Strom bereits bei 84 Prozent.

Eine Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch ist geglückt. Während die Wirtschaft seit 2005 um etwa 25 Prozent wuchs, ist der Energieverbrauch nur um zwei Prozent gestiegen.


Derzeit sind in OÖ etwa 15000 PV-Anlagen mit in Summe 140 MWp Leistung installiert und decken 0,8 Prozent des Stromverbrauchs.
Bis 2030 soll die Energieproduktion aus Erneuerbaren Energien 100 Prozent des Energieverbrauchs abdecken.
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