14.06.2018, 16:53 Uhr

Gemeinsam für ein neues Kapuzinerquartier

Infrastrukturstadtrat Markus Hein mit Erich Gusenbauer, Sprecher der Initiative „Zukunft Klostergarten“. (Foto: Büro Hein)

Bürgerinitiative "Zukunft Klostergarten" und Stadt Linz starten in Kürze inklusives Stadtentwicklungsprojekt.

Im Garten des aufgelassenen Klosters in der Kapuzinerstraße sollte eigentlich ein bis zu 12-stöckiges Hochhaus entstehen. Doch die Investoren hatten die Rechnung ohne die Anrainer gemacht. Rasch formierte sich eine Bürgerinitiative "Zukunft Klostergarten" und sammelte fleißig Unterschriften. Zudem wurde das Projekt zweimal vom Gestaltungsbeirat zurückgewiesen. Das Ende für die Pläne war aber zugleich ein Neuanfang, berichtet der Sprecher der Initiative Erich Gusenbauer: „Mit einer konstruktiven Herangehensweise hat es unsere Initiative geschafft, alle wichtigen Player an einen Tisch zu bringen und so die positive Entwicklung des gesamten Stadtquartiers zwischen Kapuzinerstraße und Hopfengasse in Gang gesetzt.“


Vorbild ist das Planungsverfahren in Ebelsberg

Ähnlich wie beim ehemaligen Kasernenareal und den ehemaligen Sommergründen in Ebelsberg startet nun auch im Kapuzinerviertel ein kooperatives Planungsverfahren für den gesamten Bereich des Klosters, der Schule und den städtischen Grundstücken - die zurzeit brachliegen. Gemeinsam mit betroffenen Anrainern, der Schule, der Stadt Linz und dem Investor soll ein "neuer vielversprechender Weg gefunden werden, der sich auf ein wesentlich größeres Planungsgebiet konzentriert“, zeigt sich Stadtrat Markus Hein zufrieden mit der Entwicklung.
 

"Stadtvordenker" Andreas Kleboth betreut das Verfahren


In dem Planungsverfahren soll unter der Leitung von Architekt Andreas Kleboth, der auch schon in Ebelsberg aktiv war, ein städtebaulicher Entwurf erarbeitet werden, der auch die wichtigsten individuellen Bedürfnisse der unmittelbar betroffenen Menschen berücksichtigt. Für Kleboth zeigt sich am Beispiel „Klostergarten“ wie viel mehr städteplanerisches Potenzial entsteht, wenn nicht rein individuelle, sondern gemeinschaftliche Interessen im Vordergrund stehen.


"Bei Kindern verstehen wir keinen Spaß"

„Neben all diesen städtebaulichen Überlegungen geht es uns aber nach wie vor um Rücksicht auf die besonderen Bedürfnisse der hör- und sehbeeinträchtigten Kinder in der unmittelbarer Nachbarschaft, der Michael Reitter Schule! Da verstehen wir keinen Spaß!“, erinnert Erich Gusenbauer.
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