04.05.2016, 13:08 Uhr

Kaffee aus Frauenhand

Die Ausstellung richtet den Fokus nicht nur auf die Bohnen, sondern auch auf ihre Produzenten. Foto: Africa Studio/Fotolia

Im Botanischen Garten beginnt am 3. Juni eine Sonderausstellung zum Thema Kaffee und Kakao.

LINZ (red). Der Genuss von Kaffee und Kakao hat in Österreich große Tradition. Durchschnittlich trinken Herr und Frau Österreicher jährlich 162 Liter Kaffee und zählen damit zu den fleißigsten Kaffeekonsumenten weltweit. Auch beim Verzehr von Schokolade sind wir mit mehr als acht Kilogramm pro Person und Jahr führend. Die Sonderausstellung "Bittersüße Bohnen: Kakao und Kaffee" im Botanischen Garten startet am 3. Juni. Sie richtet den Blick auf diese besonderen Bohnen, sowohl die Pflanzen, auf denen sie wachsen, als auch die Menschen, die sie kultivieren. Schritt für Schritt verfolgt die Ausstellung den Weg von Kaffee und Kakao und beleuchtet ökologische, soziale und kulturelle Zusammenhänge der braunen Bohnen. Außerdem erhalten die Besucher einen Einblick in die Welt des fairen Kaffee- und Kakaohandels.

Vermehrte Nachfrage
Kaffee wird in mehr als 50 Ländern der Welt angebaut. Diese befinden sich alle auf dem sogenannten "Kaffee-Gürtel" rund um die Äquatorregion. In Europa wird vor allem der teure Arabica-Kaffee verwendet, welcher 70 Prozent der Weltproduktion ausmacht, verwendet. Er wird in Höhen zwischen 600 und 1200 Metern angebaut. Da sich die Anbaufläche auf lange Zeit gesehen, wenn überhaupt, nur minimal vergrößern kann, trifft eine vermehrte Nachfrage auf gleichbleibendes Angebot. Mit dem neuen Frauen-Kaffee präsentiert die EZA Fairer Handel GmbH gemeinsam mit der Katholischen Frauenbewegung einen bio-fairen Kaffee aus Frauenhand. Er steht für Selbstbestimmung, einen achtsamen Umgang mit der Natur, fairen, partnerschaftlichen Handel und eine hohe Qualität der Kaffeebohne. Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Botanischen Gartens der Stadt Linz mit Südwind Oberösterreich, der Katholischen Frauenbewegung, der Aktion "SeiSoFrei" und der EZA Fairer Handel. Referentin ist Andrea Reitinger von der EZA Fairer Handel GmbH in Salzburg.
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