27.12.2017, 18:00 Uhr

Linzer Betriebe freuen sich auf 2018

Stimmung so positiv wie seit zehn Jahren nicht. Allerdings fehlt es immer mehr an Fachkräften. (Foto: Rubble Master)
LINZ (spm). Vor einem Jahr hätte das wohl kaum jemand so vorhergesehen: Die Wirtschaft brummt und der Jahresausblick ist bei den Linzer Betrieben überaus positiv. "Überall wo wir hinkommen, strahlen alle", sagt Klaus Schobesberger, Obmann der Wirtschaftskammer Linz. Dieser Trend zieht sich quer durch die verschiedenen Branchen. "Wir glauben, dass 2018 extrem spannend wird", sagt Bernhard Lehner, Geschäftsführer von startup300 in der Tabakfabrik. Im Start-up-Umfeld war die Stimmung zwar auch in den Krisenjahren gut, für den Standort sei der Aufschwung aber sehr erfreulich. Auch bei den etablierten Firmen blickt man positiv auf 2018. Rubble Master zum Beispiel, konnte 2017 seinen Umsatz um 20 Prozent steigern und blickt entsprechend positiv aufs neue Jahr. "Für 2018 gibt es bereits eine Vielzahl von Plänen und konkreten Maßnahmen. In bestehende wie neue Märkte wird weiter investiert und auch die geplante Erweiterung der RM-Zentrale in Pichling ist ein großes Projekt für 2018 und 2019", sagt CEO Gerald Hanisch.


Rekordanzahl an Jobs

Die positive Stimmung ist nicht nur direkt bei den Firmen, sondern auch beim AMS ersichtlich. Die Verweildauer der Arbeitslosen wird immer kürzer und auch die Zahl der Menschen ohne Job ist seit Monaten im Sinken begriffen. "Selbst Arbeitskräfteüberlasser melden eine riesige Nachfrage an Leiharbeitskräften, das ist immer ein untrügliches Zeichen, dass es aufwärts geht", sagt Schobesberger. Ähnlich sieht das auch Elisabeth Wolfsegger vom AMS Linz: "Der Stellenmarkt boomt. Es sperrt zwar immer mal ein Betrieb zu, das beinhaltet Einzelschicksale, gleichzeitig gibt es aber ein großes Angebot an Jobs." Dieses Angebot ist so groß, dass es innerhalb kürzester Zeit auf ein Rekordhoch gestiegen ist. "Wir können uns vor Stellenangeboten fast nicht retten", sagt Wolfsegger. Das Problem dahinter: Für Betriebe wird es immer schwieriger, passende Arbeitskräfte zu finden. Vor allem bei Fachkräften steigen die Engpässe derzeit rapide an. "Der Bewerber, der gewünscht wird, den gibt es oft nicht", so Wolfsegger.
Durch die Veränderung am Arbeitsmarkt wird auch eine Umstrukturierung beim AMS notwendig. "Nach jahrelanger Rekordarbeitslosigkeit müssen wir uns organisatorisch neu aufstellen. Early Intervention ist jetzt das Motto", so Wolfsegger. Das heißt, Arbeitslose sollen so schnell wie möglich wieder am Arbeitsmarkt integriert werden. Auch auf raschen Umschulungen und Weiterbildungen liegt ein Fokus, genauso wie auf der Integration von Flüchtlingen in Lehrberufen. Denn da sind sich alle einig: Gerade in diesen wirtschaftlich guten Zeiten wird jede Frau und jeder Mann gebraucht.
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