26.09.2014, 10:41 Uhr

Linzer sind Vorreiter für Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Mitglieder der "Nähküche" freuten sich über den Landesumweltpreis in der Kategorie "Vereine". Verliehen wurde er von Landesrat Rudi Anschober (re.). (Foto: Land OÖ/Linschinger)
121 Projekte in fünf Kategorien wurden heuer für die Landespreise für Umwelt und Nachhaltigkeit eingereicht. Vergangene Woche wurden beim Umweltkongress im Linzer Schlossmuseum die Sieger gekürt. Darunter befanden sich auch mehrere Projekte aus Linz:

In der Kategorie Schulen und Erwachsenbildungseinrichtungen ging eine Auszeichnung an die HLW für Kommunikations- und Mediendesign der Kreuzschwestern für das Umwelt-Schulprojekt "uCount". Mit Workshops, Vorträgen und Umfragen gehen die Schülerinnen und Schüler dabei jenen Möglichkeiten auf den Grund, die jedem von uns zur Verfügung stehen, um selbst aktiv zu gestalten und auch auf das Umweltbewusstsein anderer einzuwirken.

Der Landesumweltpreis in der Kategorie Vereine und Gruppen ging an die offene Nähwerkstatt "Nähküche". Gemeinsam und mit viel Enthusiasmus näht der Verein Nähküche der Wegwerfgesellschaft entgegen. Aus getragenen Kleidungsstücken, Vorhängen, Lastwagenplanen etc. entstehen im Sinne des Upcyclings neue Einzelstücke, wobei diese kreative Tätigkeit bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen auch ein Bewusstsein für die Wiederverwertbarkeit solcher gebrauchter Materialien schafft.

Ein Anerkennungspreis wurde an das "Nets.werk" vergeben. Der Verein fördert einen ökologischen und sozialen Konsum und Lebensstil. Er stellt Informationen, EDV und Know-how zur Verfügung, um bio-regio-faire Einkaufsmöglichkeiten bei landwirtschaftlichen Betrieben aus der näheren Umgebung zu organisieren. Ursprünglich aus Steyr, gibt es mittlerweile auch eine Regionalstelle in Linz.

Ein weiterer Anerkennungspreis ging an die OÖ Pfadfinder mit Sitz in Linz für das Projekt "umWELTdenker". Mit der Unterstützung der AVE wird dieses Projekt seit 2006 durchgeführt. Alle Gruppen Oberösterreichs sind jedes Jahr aufgerufen, in ihren Regionen „Umwelt-Problemzonen“ ausfindig zu machen und gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern nachhaltige Konzepte für eine Lösung zu präsentieren.

"Oberösterreichs Umweltpolitik lebt ganz stark vom Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger, vieler Pioniere, vieler Vorreiter. Mit dem Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit wollen wir diese vor den Vorhang holen, uns bei ihnen bedanken, sie in ihrem Engagement bestärken und viele dazu auffordern, hier weiterzuarbeiten. Insgesamt wurden 30.000 Euro an Preisgeldern vergeben", so Umweltlandesrat Rudi Anschober bei der Verleihung.
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