17.10.2017, 15:03 Uhr

Mehr Polizeipräsenz durch Spezialeinheit

Mehr Präsenz im öffentlichen Raum: Dazu gehören auch regelmäßige Streifgänge und Kontrollen im Stadtgebiet.

Seit Juli patrouilliert in Linz eine neue Einheit, die gegen Gewalt und Suchtkriminalität vorgeht.

Drogen, Alkohol, Handgreiflichkeiten und lautstarke Pöbeleien: Der Linzer Hessenpark ist nach wie vor ein Brennpunkt, der neben Bewohnern und Politik vor allem auch die Einsatzkräfte der Polizei beschäftigt. Um im Kampf gegen Gewalt und Suchtkriminalität besser gewappnet zu sein, ist seit Kurzem die sogenannte Bereitschaftseinheit der Polizei im Einsatz.

Reaktion auf Probleme

Auslöser waren die Schwierigkeiten am Linzer Hauptbahnhof im vergangenen Winter und der Anstieg der Drogenkriminalität: "Wir mussten als Vorbereitung für den heurigen Winter schon im Vorfeld etwas entwickeln, um im öffentlichen Raum präsenter zu sein", sagt Landespolizeidirektor Andreas Pilsl. Insgesamt 50 Personen, zusammengesetzt aus 20 erfahrenen und 30 Jungpolizisten, gehören der Einheit an. "Ihre Aufgaben bestehen darin, die Polizeiinspektionen bei gefährlichen Amtshandlungen zu unterstützen und Schwerpunktaktionen in Parks, am Flughafen, in Kaufhäusern und auf der Landstraße durchzuführen. Außerdem fungieren sie als Einsatzreserve für den Ordnungsdienst", sagt Pilsl. Einsatzgebiet ist nicht nur Linz, sondern ganz Oberösterreich. Bisher sei der Landespolizeidirektor zufrieden: "Es kommen viele positive Rückmeldungen. Bisher konnten mehrere Tausend Identitäten festgestellt und mehr als 200 Festnahmen durchgeführt werden."

Zukunft Hessenpark

Bei der Parkgestaltung selbst sei die Politik gefordert: "Wir helfen gerne mit, aber mehr als wir jetzt machen, ist nicht möglich", sagt Pilsl. Dieser sieht die Drogenthematik als Hauptproblem, dort liege auch der polizeiliche Schwerpunkt. "Der Handel mit Drogen floriert und es kommen immer wieder neue Drogendealer dazu."
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