24.10.2016, 15:46 Uhr

Melody Current: Die Gedanken drehen sich

Das Debütalbum wird in der Stadtwerkstatt vorgestellt, bevor es Ende des Jahres noch auf eine kleine Tour geht. Foto: NPP Photography

Am 31. Oktober präsentiert die Band das Debütalbum "Need No Words" in der Stadtwerkstatt.

LINZ (jog). Ein Sound, der nach einer Mischung aus weichster Seide, süßester Schweizer Schokolade, frisch gemahlenem Pfeffer vom Lake Periyar und feinstem japanischem Hibiki 21 klingt – so beschreibt die Linzer Band "Melody Current" ihr Erstlingswerk "Need No Words", das am 31. Oktober in der Stadtwerkstatt feierlich "released" wird. Das Quartett rund um Sängerin und Mastermind Bianca Ortner hält sich dabei an keinerlei Genre-Konventionen. So sind nicht nur gefühlvolle Texte in Mundart, Hochdeutsch und Englisch zu hören, die stimmigen Chords sind außerdem mit melodischen Feinheiten, Chorpassagen und rhythmischen Rafinessen gespickt. "Ich kann mich nicht entscheiden und ich hab Phasen. Eine Dialekt-Phase kann zwei Monate oder ein halbes Jahr dauern, danach hab ich dann vielleicht wieder Lust auf Englisch", so Ortner.


Kapitel abgeschlossen

"In den letzten 15 Monaten wurde echt sehr viel an den Songs geschraubt und neu arrangiert. Manche Texte und Akkorde haben wir erst kurz vor der Aufnahme über den Haufen geworfen", sagt Bassist David Enzenhofer. Was 2010 als ruhiges Trio mit Piano und Percussion begonnen hat, ist zu einer vielseitigen Band mit zielsicherem Sound gereift. "Als Schlagzeuger liebe ich Songs wie ,Perspektive', die hinten raus ordentlich aufgehen, bei denen ich mich nicht mehr zurückhalten muss", sagt Drummer Christoph Schacherl. Sängerin Bianca kommt regelmäßig mit neuen Ideen in den Probenraum, manchmal bedarf es an Händen, Füßen und Beatboxkünsten, damit sie auch bei den Bandmitgliedern ankommen. Trotz Youtube, Spotify und Co. ist für "Melody Current" ein Album nach wie vor weit mehr als nur eine Visitenkarte für Livekonzerte. "Wir haben mit dem Album ein großes Kapitel abgeschlossen. Wenn man es textlich betrachtet, hab ich ganz viel verarbeitet, und da ist jetzt ein Hakerl darunter", so Ortner. Der Titelsong "Need No Words" vermittelt eine gehörige Portion Melancholie und gleichzeitig einen versöhnlichen, in Erinnerungen versunkenen Blick hinaus auf das weite Meer – die Gedanken drehen sich. Ortner lässt sich jedenfalls bei einigen Songs ganz tief ins Herz schauen. Melody Current kann laut, aber auch ganz leise sein.


Suppe und Nachspeisen

Um den finanziellen Aufwand der Produktion zu verringern, hat die Band eine Crowdfunding-Kampagne für "Need No Words" gestartet. Dabei werden nicht nur Privatkonzerte, Gesangs-, Bass-, Gitarren- und Schlagzeugstunden der Mitglieder angeboten, sondern für 90 Euro kocht Melody Current für den Unterstützer auf, handsigniertes Album inklusive. "Wir streiten uns noch um die Rollenverteilung. Wie es momentan aussieht, gibt es Suppe und drei Nachspeisen", scherzt Gitarrist Christoph Roithner.

Melody Current - Need No Words

GEWINNSPIEL

Die StadtRundschau verlost zwei handsignierte Exemplare von "Need No Words". Einfach die Gewinnfrage beantworten!

Die Aktion ist bereits beendet!

0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.