27.03.2017, 13:22 Uhr

Neue Infobroschüre "Garteln ohne Gift" gibt Tipps für umweltbewusstes Garteln

Wie man auch ohne Giftstoffe einen gesunden grünen Garten hat, der umweltfreundlich ist, erklärt die neue Broschüre. "Garteln ohne Gift". (Foto: Land OÖ/Ernst Grilnberger)

Sowohl im eigenen Garten als auch in Gemeinschaftsgärten widmet man sich auch diesen Frühling wieder ganz der grünen Pracht. Wie man dies auch noch biologisch und umweltfreundlich machen kann, zeigt die neue Broschüre.

Das "Garteln" auch 2017 im Trend ist, beweist neben den zahlreichen privaten Gärten auch die Steigerung der Zahl der Gemeinschaftsgärten. Insgesamt 75 Gemeinschaftsgärten gibt es bisher in ganz Oberösterreich. Das man sich auch als Hobbygärtner für den Natur- und Bodenschutz einsetzt ist laut Experten dringend notwendig. "Tagtäglich haben wir einen Bodentechnischen Verlust von rund vier Fußballfeldern in Oberösterreich", sagt Umweltlandesrat Rudi Anschober. Gründe dafür sind neben Bodenversiegelungen für Siedlungs- und Verkehrszwecke auch die landwirtschaftliche Nutzung und dem Einsatz von Düngemitteln. Hinzu kommt die Verdichtung durch schwere Maschinen und die Erosion durch Wind und Wasser.

Tipps für einen gesunden Garten ohne Gifte

Um vor allem eine schonende Vorgehensweise mit dem Boden zu fördern, wurde die neue Broschüre "Garteln ohne Gift" herausgegeben. Dieser neue Infofolder soll ein kleiner Leitfaden für eine umweltbewusste und nachhaltige Gartenkultur sein. Entstanden ist dieser gemeinsam mit dem Klimabündnis OÖ, dem Bodenbündnis OÖ und Global 2000 im oberösterreichischen Umweltressort. Inhalt sind neben vielen Praxis-Tipps und Hausmitteln auch Informationen über Gifte. "Das schützt die Gärtnerinnen, die Tiere, die essbaren Pflanzen und die Böden. Unser Ziel ist der giftfreie Garten. ", sagt Anschober. Zu den Hausmittel-tipps gehören unter anderem wie Kräuteraufgüsse wirken, wie man Schnecken umweltschonend bekämpft und wie Kaffeesatz als Dünger eingesetzt werden kann.

Torffreie Erde als Bodenschutzmaßnahme

Neben Pestiziden und mineralischem Dünger gilt vor allem der Torf als Belastung für den Boden. Um Torf zu gewinnen werden immer mehr Moore zerstört. Dies wiederum bedeutet den Verlust des Lebensraumes für viele Pflanzen und Tiere. Beim Torfabbau wird außerdem das klimaschädliche Treibhausgas Kohlendioxid, was Torf eigentlich bindet, wieder freigesetzt. Da sowohl in den klassischen Blumen- und Gartenerden, aber auch in manchen Bio-Gartenerden Torf immer noch enthalten ist, raten Experten zum Kauf von torffreier Erde. So würde man sich nicht nur für den Artenschutz, sondern auch für den Klimaschutz engagieren.
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