09.03.2016, 16:31 Uhr

Schwere Tierquälerei: "Man kann gar nicht sagen wie viele Welpen schon verendet sind"

Die Hündin mit dem ersten Notkaiserschnitt (Foto: Tierheim Linz)

Schwerer Hundemissbrauch: Nach Verhaftung eines Ehepaars wegen schwerem Betrug nahm das Linzer Tierheim 37 Hunde, die meisten in sehr schlechtem Gesundheitszustand, auf. Einige sind auch trächtig. Zwei Notkaiserschnitte waren bereits nötig um die Welpen zu retten. Vermutlich sind während des Missbrauchs schon zahlreiche Welpen verendet. Das Linzer Tierheim bittet um Spenden.

Ein deutsches Ehepaar hat im Bezirk Rohrbach illegalen Handel mit Hunden, vorwiegend mit Möpsen, Malteser und Chiwawa, betrieben. Aus diesem Grund wurden sie bereits 2015 wegen schwerem gewerbsmäßigen Betrug und Tierquälerei verurteilt, und wurden nun erneut wegen illegalem Handels mit Hundewelpen überführt. Das schreckliche Ausmaß dieser Tat geht aber weit über Betrug hinaus und ist im Linzer Tierheim sichtbar. Diesem wurden 37 Hunde, einige davon trächtig, übergeben. Dazu kommen vier Pferde – allesamt Hengste, die nicht mtieinander gehalten werden sollten – die zuerst beim Schlachthof landeten und vom Tierheim freigekauft werden mussten, sowie drei Ziegen. "Die Hunde waren im schlimmsten Zustand. Wir mussten bei den Möpsen bereits zwei Notkaiserschnitte durchführen, weitere werden folgen. Dazu kommen schwere gesundheitliche Schäden, wie Augenerkrankungen, Haarmilben, schwere Kieferfehlstellungen und einige mehr. Wir müssen auch Tag und Nacht bei den Tieren bleiben, weil jederzeit ein neuerlicher Kaiserschnitt notwendig sein könnte", schildert Sonja Zweythurm vom Linzer Tierheim die Ausnahmesituation.

Züchtung war extrem verantwortungslos

Zweythurm betont, dass die ehemaligen Besitzer die Tiere vermutlich nicht aktiv gequält haben, eine artgerechte Haltung mit so vielen Tieren aber schlichtweg unmöglich ist. "Das was sie da gemacht haben war extrem verantwortungslos. Wenn man bedenkt, dass wir Mutter und Kinder nur mittels Not-Kaiserschnitt retten konnten, will man gar nicht daran denken wie viele Welpen bereits verendet sind", sagt Zweythurm.

Spenden für das Tierheim
Die Mitarbeiter des Tierheim kümmern sich aufopferungsvoll um die mitgenommenen Tiere, allerdings entstehen dabei auch enorme Kosten, die kaum bewältigbar sind. "Ein Kaiserschnitt kostet schon mehr als 500 Euro, dazu kommen verschiedenste Behandlungen, Impfungen und vieles mehr. Die Kosten gehen weit in die Tausenderbeträge hinein", sagt Zweythurm. Daher bittet das Tierheim um Untersützung in Form von Spenden. "Wir freuen uns sehr über Spenden, wir benötigen sie in dieser Ausnahmesituation sehr dringend", sagt Zweythurm.

Es wird auch die Möglichkeit geben einen oder mehrere dieser Hunde aufzunehmen. "Das wird allerdings bei den meisten noch mindestens 14 Tage dauern, da sie noch geimpft und behandelt werden müssen", sagt Zweythurm. Von besonderer Bedeutung ist dass die Hunde verantwortungsvolle Besitzer finden.


Bitte spenden Sie an:

Tierheim Linz, Hypo Bank
IBAN: AT 6854 0000 0000 758 755
Kennwort: Mops
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