19.05.2017, 10:57 Uhr

Selten, Scheu und Heimlich!

Wildkatze © Josef Limberger
Die beiden wilden Katzen unserer Wälder unterscheiden sich sehr in ihrem Verhalten. Einerseits kann man die Wildkatze (Felis silvestris), von der es nur sehr wenige Hinweise in Österreich gibt, durchaus als scheu bezeichnen, anders verhält es sich bei Meister Pinselohr, den viel größeren Eurasischen Luchs (Lynx lynx), welcher ungefähr Schäferhundgröße erreicht. Er ist durchaus nicht scheu sondern heimlich und perfekt getarnt.

Von keiner der beiden Katzen geht eine Gefahr für uns Menschen aus. Vielmehr sind sie faszinierender Bestandteil der heimischen Fauna.

Mit Hilfe von Lockstöcken, die mit Baldrian imprägniert sind (ein Duft der keine Katze wiederstehen kann), ist man auf der Suche nach der grauen Schönheit unserer Wälder. Gemeinsam mit dem Naturschutzbund hat das Land Oberösterreich, mit Fachexperten und der Jägerschaft das Projekt PRO LUCHS gestartet. Einerseits geht es um Akzeptanzförderung, andererseits aber auch um gezielte Erhebung des Luchsbestandes und das Untersuchen geeigneter Reproduktionshabitate.
Hier bedient man sich für beide Arten auch der Installation von Kamerafallen. Der Luchs ist aufgrund seiner sehr individuellen Fleckenzeichnung leicht zu unterscheiden. Bei der Wildkatze ist die Zuordnung etwas schwerer. Hier sind genetische Untersuchungen unabdinglich.

http://naturschutzbund.at/wildkatze.html
http://naturschutzbund-ooe.at/luchs.html
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