07.10.2014, 00:00 Uhr

Städtische Gastronomie belebt Lokalszene in Linz

Das Fischerhäusl wurde erst heuer von einem jungen Gastronomen-Duo übernommen. (Foto: Stadt Linz)
Insgesamt 24 Liegenschaften für die Gastronomie zählt die Stadt zu ihrem Eigentum. Damit zählt sie zu den größten Gastro-Immobilienanbietern in Linz. Die Palette reicht vom Würstelstand bis zum gehobenen Restaurant. Der kleinste Gastronomiebetrieb ist mit 24 Quadratmetern Krämer's Würstelstand am Hessenplatz. Seit August 2009 betreibt Günther Krämer, ehemaliger Mitarbeiter der Tabakfabrik, seinen Imbiss. Die größte Nutzfläche bietet mit 1277 Quadratmetern das Pöstlingbergschlössl, das seit 1997 von den Brüdern Gallistl geführt wird. Auf den Plätzen zwei und drei folgen mit 909 Quadratmetern der Kleinmünchner Brauhof im Volkshaus Kleinmünchen, gefolgt vom Herberstein in der Altstadt mit 709 Quadratmetern.

Zwei Lokale neu übernommen

Von den 24 Liegenschaften sind derzeit 22 verpachtet. Heuer wurden das Fischerhäusl in Urfahr und das Café im Botanischen Garten neu übernommen. Im Fischerhäusl bietet ein junges Gastronomen-Duo Neukreationen klassischer österreichischer Küche, das Café Orchidee wird am 7. Oktober von der Familie Benetseder neu eröffnet. Der Pachtvertrag des Restaurants Herberstein wurde in der September-Sitzung des Gemeinderats verlängert. Viele der stadteigenen Gastro-Betriebe befinden sich in den Volkshäusern. "Ein Wirt im Volkshaus sorgt für eine Belebung und mehr Lebensqualität im Stadtteil", sagt Finanzstadtrat Christian Forsterleitner.


Verkauf und Weiterführung

Das Gasthaus Urbanides in der Rudolfstraße und das Gasthaus Schwarzer Anker am Hessenplatz haben derzeit keinen Pächter. Forsterleitner ließ daher eine Kostenschätzung für notwendige Investitionsmaßnahmen erstellen. "Dabei hat sich gezeigt, dass im Schwarzen Anker viele hunderttausend Euro nötig wären, um das Lokal auf einen vertretbaren Stand zu bekommen, da das Haus allgemein in einem sehr schlechten Zustand ist. Eine Sanierung wäre nicht wirtschaftlich, weshalb ich im Gemeinderat einen Verkauf vorschlagen werde", so Forsterleitner. Anders die Situation im Urbanides: "Hier wären weit weniger Investitionen nötig. Zudem gibt es Interessenten, die das Lokal als Pächter weiterführen möchten. Ich bin vorsichtig optimistisch, dass sich hier etwas ergeben wird", so Forsterleitner.
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