01.06.2017, 16:42 Uhr

"Strahlkraft der Museen stärken"

Hemma Schmutz hat für die nächsten fünf Jahre große Pläne für die beiden Linzer Stadtmuseen. (Foto: maschekS)

Hemma Schmutz ist die neue künstlerische Leiterin der Museen der Stadt Linz. In einer Antrittspressekonferenz hat sie ihre Pläne für das Lentos und das Nordico dargelegt.

"Die Linzer Museen müssen sich öffnen" ist das Credo von Hemma Schmutz, neue künstlerische Leiterin der Museen der Stadt Linz. Dafür hat sich die gebürtige Kärntnerin viel vorgenommen: In den kommenden fünf Jahren will sie in Kooperation mit internationalen Partnern die Strahlkraft nach außen verstärken. Um auch die lokale Bevölkerung zu erreichen, soll vermehrt auf lokale Thematiken eingegangen werden. Das erklärte sie in ihrer Antrittspressekonferenz. Besonders wichtig in den kommenden Jahren wird für die Museen die Kommunikation sein: "Wir wollen uns besser verkaufen." So sollen die Linzer Museen identitätsstiftend für die Stadt werden. "Das Lentos und das Nordico bieten etwa die Möglichkeit, Kunst zu lernen und sich die verschiedenen Entwicklungen der Kunst Schritt für Schritt anzueignen. Solche Alleinstellungsmerkmale müssen wir weiter stärken."

Ort der Begegnung

Hemma Schmutz hat sich beim Hearing gegen 36 andere Bewerber durchgesetzt. "Sie legt Wert darauf, dass sich Kunst auch mit Gesellschaft und Politik beschäftigt und ist damit ideal, um das Lentos und das Nordico zu leiten", sagt Bürgermeister Klaus Luger. Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer hofft, dass Schmutz die Häuser künftig auch "für die freie Szene öffnet und lokale Künstler einbindet". Beide hoffen, dass die geplanten Maßnahmen in der Bevölkerung Vorurteile abbauen und die Museen zu einem Ort der Begegnung werden, in dem die Linzer zu Kunst und Kultur finden können.

Neues Publikum anlocken

"Qualitativ hochwertige Ausstellungen und ein Veranstaltungsprogramm, das sich an unterschiedliche Zielgruppen wendet, sollen möglichst viele Zielgruppen ansprechen", so Schmutz. Auch die öffentlichen Bereiche um die Museen, wie die Skulpturenhalle des Lentos oder den Vorplatz des Nordico, sollen künftig vermehrt bespielt werden. "Das nach außen treten der Häuser ist besonders spannend und kann uns helfen, künftig mehr Menschen hinein zu locken." Die erfolgreichen Sonderführungen und Vermittlungsformate sollen noch weiterentwickelt werden.

Ausblick auf 2018

Auch einen Ausblick auf das Programm im kommenden Jahr gab Hemma Schmutz in der Antrittspressekonferenz. 2018 werden wichtige Jahrestage thematisiert. Anlässlich des 100. Todestages von Gustav Klimt, Egon Schiele und Kolo Moser werden Werke der drei Künstler aus Linzer Sammlungen im Lentos präsentiert. Außerdem ziehen Lentos und Nordico in einer Doppelausstellung Bilanz über die 68er-Bewegung. Studenten- und Arbeiterunruhen in Westeuropa, die Zerschlagung des Prager Frühlings und das Ende der Hoffnung einer Öffnung des Ostblocks prägten die Zeit vor 50 Jahren.
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