18.10.2017, 20:00 Uhr

Tolle Projekte aus Linz bei "Lernen fürs Leben" nominiert

"Gemeinsam gesund lernen" ist das Motto eines dreijährigen Pilotprojekts von OÖGKK und Sport-NMS Kleinmünchen. (Foto: Sport-NMS Kleinmünchen)

Schulen setzen verstärkt auf Projekte. Für die besten vergibt die BezirksRundschau einen Preis. "Projektarbeit bringt Schülern sehr viel", sagen Expertinnen aus Linz.

"Fragt man Kinder, was das Schönste am Schuljahr war, nennen sie sehr oft Projekte, an denen sie mitgearbeitet haben", weiß Astrid Huber, Dozentin für Sachunterricht an der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese (PHDL). Das ist Musik in den Ohren von Lehrern und Eltern, die sonst allzu oft mit Fragen wie "Wozu braucht man denn das?" oder "Warum muss ich das lernen?" konfrontiert sind.

Wissen praktisch anwenden

Projektarbeit hat an Schulen stark zugenommen. "Ein nachhaltiger Wissenserwerb funktioniert am besten, wenn man das Gelernte auch praktisch anwenden kann. Anders als beim Frontalunterricht sind bei der Projektarbeit aktive Beteiligung, kreative Ideenentwicklung und sozialer Austausch gefordert", sagt Claudia Fahrenwald, Hochschulprofessorin für Pädagogik mit Schwerpunkt Schulentwicklung an der Pädagogischen Hochschule (PH OÖ). Für die Schüler hat das viele Vorteile: "Projektarbeit fördert den Erwerb von kognitiven, praktischen und sozialen Kompetenzen sowie die Übernahme von Verantwortung", sagt Fahrenwald.

Herausforderung für Schulen

Doch was ist ein Schulprojekt überhaupt? Eines ist klar: Gruppenarbeiten sind es nicht. "Projekte sind dann gut, wenn sie möglichst viele Schüler einbinden, aber auch externe Experten. Zudem sollen die Kinder schon in der Planung und Themenfindung beteiligt werden und sich mit ihren Stärken und Interessen einbringen können", sagt Huber. Ebenso wichtig sind die Reflexion der gemachten Lernerfahrungen sowie ein gemeinsamer Abschluss. Fahrenwald weiß, dass Projekte für Schulen durchaus eine Herausforderung darstellen: "Dadurch verändern sich traditionelle Unterrichtsabläufe, Rollenmuster und Schulstrukturen. Projektarbeit erfordert in jedem Fall engagierte Pädagogen und Schulen." Umso bewundernswerter, dass zahlreiche Linzer Bildungseinrichtungen auf diese besondere Form des Unterrichts setzen.

Linzer zeigen Engagement

Einige spannende Projekte wurden bereits für den Preis "Lernen fürs Leben" (siehe rechts) nominiert. An der Sport-NMS Kleinmünchen etwa ist das Motto bis 2019 "Schule in Form – gemeinsam gesund lernen". Bewegung im Unterricht und in den Pausen, Vorträge zu Gesundheitsthemen und mehr gehören dazu. Am Tag der offenen Tür am 24. November wird es auch eine Gesundheitsstraße geben. Bewegung stand auch beim Charity-Lauf "Miteinander füreinander" des BRG Hamerling im Mittelpunkt. Schüler und Pädagogen liefen für den guten Zweck. Dabei wurden 2.500 Euro gesammelt, die Exit-sozial zugutekommen. "Lernen durch Engagement" heißt es an der VS 43 Stadlerschule. Ziel der Lehr- und Lernmethode ist es, durch Handeln zu lernen, wie man sich in Schule, Gemeinde und Gesellschaft sozial und verantwortlich engagiert. Jedes Jahr gibt es verschiedenste Projekte, etwa "Hefte helfen", mit dem krebskranke Kinder unterstützt werden, die Gestaltung eines Adventtags im Seniorenheim u.v.m. Das Projekt "Land auf, Film ab" von Schülern der HBLA Elmberg wiederum hat es sich zum Ziel gesetzt, mithilfe eines selbst gedrehten Films Volksschülern die Arbeit der Bauern zu vermitteln.

Jetzt einreichen

Alle Schulprojekte aus allen Schulstufen, die im Unterricht entstanden sind, können eingereicht werden:

• Projekt per Online-Anmeldeformular einreichen auf meinbezirk.at/lernen
• oder per Mail an lernen@bezirksrundschau.com
• oder per Post an die
BezirksRundschau,
Kennwort „Lernen fürs Leben“,
Hafenstraße 1-3,
4020 Linz

Der Einsendeschluss für alle Projekte ist Sonntag, der 22. Oktober. Die Abschlussgala findet am 28. November im Raiffeisen-Forum in Linz statt.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.