26.01.2012, 00:00 Uhr

Diskussion über Finanzen und Namensänderung

Transparente Finanzen, Verwaltungsreform und eine Namensänderung bestimmen die erste Sitzung des Linzer Gemeinderates im Jahr 2012.

SPÖ und FPÖ bringen gemeinsam einen Antrag ein, die in Linz beheimateten Bezirks­hauptmannschaften Linz-Land und Urfahr-Umgebung de facto zusammenzulegen. Dies wäre laut FP-Obmann Detlef Wimmer ein erster Anstoß zu einer Verwaltungsreform. „Bezirkshauptmänner sind noch dazu nicht demokratiepolitisch legitimiert.“ Die Bezirkshauptmannschaften Linz-Land und Urfahr-Umgebung seien sowieso schon in Linz ansässig. Johann Mayr (SPÖ): „Das ist ein konkreter Vorschlag, der Kosten spart.“ Er rechnet mit einem Einsparungspotenzial von 20 Prozent der aktuellen Kosten. Eine Verwaltungsreform müsse Mayr zufolge aber über die Zusammenlegung hinausgehen.

Die FP bringt zudem einen Antrag ein, das Stadtbudget lesbarer zu machen. Fraktionsobmann Sebastian Ortner: „Demokratie setzt nicht voraus, dass man ein Finanzgenie ist. Derzeit ist die Gebarung unübersichtlich.“ Auch die städtischen Förderungen seien intransparent. Ortner stellt diesbezüglich eine Anfrage an Bürgermeister Franz Dobusch.

Die ÖVP Linz hingegen will den Donauraum in der Stadt attraktivieren. Als erstes Signal soll dazu der Name der Stadt von Linz in Linz an der Donau abgeändert werden. ÖVP-Obmann Erich Watzl: „Das kostet so gut wie nichts und würde auch aus touristischer Sicht enorm viel bringen.“ Einzig das Briefpapier sei zu ändern. Der Antrag wird aber nur geringe Chance auf Erfolg haben. Klaus Luger (SPÖ): „Linz ist schon unverwechselbar. Es gibt keinen Grund, Linz mit einem 200-Einwohner-Dorf in Ostdeutschland zu verwechseln.“
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