21.10.2016, 16:34 Uhr

Umfrage zeigt: Hälfte der Oberösterreicher sehen Lebensstandard in Gefahr

OÖVP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer präsentierte die aktuellen Umfrageergebnisse. (Foto: OÖVP)

1000 Oberösterreicher hat das M&R Marktforschungsinstitut im Auftrag der OÖVP befragt. Die Umfrage behandelt Themen wie die Zufriedenheit mit Landes- und Bundesregierung und zeigt, welche Probleme die Oberösterreicher zurzeit am meisten bewegen.

Dass es nach wie vor das Asyl-Thema ist, welches die Bevölkerung hauptsächlich bewegt, vielleicht auch spaltet, geht aus der aktuellen Meinungsumfrage hervor. 289 Personen, also fast ein Drittel der Befragten, sehen das Aufkommen an Asylwerbern probelmatisch. Sie würden sich wünschen, dass die Regierungsparteien etwas dafür tun würden es einzuschränken.

FPÖ-Wähler pessimistisch

Die Umfrageergebnisse zeigen außerdem, dass FPÖ-Wähler eine gewisse Zukunftsangst plagt, 64 Prozent meinen, sie würden in der Zukunft Abstriche beim Lebensstandard machen müssen. Grün-Wähler hingegen zeigten sich eher optimistisch, 66 Prozent gaben an zu glauben, sich auch in Zunkunft alles gut leisten zu können – nur 33 Prozent erwarten Abstriche im Lebensstandard. Bei den anderen Parteien halten sich die Erwartungen die Waage. Ein Grund für die Angst der FPÖ-Wähler ist möglicherweise deren Einstellung zur allgegenwärtigen Asylthematik, während die Grün-Wähler dieses Thema eher mit einer „wir-schaffen-das“ Einstellung sehen und so auch der Zukunft positiver entgegenblicken. Es könnte aber auch schlicht und einfach auf die demografische Zusammensetzung der Wählerschaft zurückzuführen sein.

„Je näher, desto lieber“

Des Weiteren wurde die hohe Unzufriedenheit mit der Bundesregierung, im Gegensatz zur hohen Zufriedenheit mit der Landesregierung sichtbar. Diese Einstellungen sind über einen Verlauf von fast zwei Jahren in etwa gleich geblieben. Im Sommer 2015, als ÖVP und Grüne in der Landesregierung zusammenarbeiteten, war die Bevölkerung laut dieser Umfrage, gleich zufrieden wie im Sommer 2016, während der Zusammenarbeit von ÖVP und FPÖ. OÖVP Abgeordneter Wolfgang Hattmannsdorfer interpretierte die Unterschiede in der Zufriedenheit mit der Arbeit von Landes- und Bundesregierung schlicht mit „je näher, desto lieber“.

ÖVP und SPÖ verlieren weiter an Boden

Auch die obligatorische Sonntagsfrage hat man eingebaut – ihr Ergebnis: Die ÖVP und SPÖ liegen unter den Ergebnissen der letzten Landtagswahl, FPÖ und Grüne darüber. Die Wähler wandern scheinbar aus der Mitte nach Links oder Rechts.
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Helmut Santer aus Kitzbühel | 29.10.2016 | 17:28   Melden
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