29.09.2016, 12:19 Uhr

Cup-Schlager gegen Rapid nun doch auf der Gugl?

Dass ein neues Stadion auf Linzer Stadtgebiet errichtet wird, kann fast ausgeschlossen werden. Foto: BW Linz

Linzer Stadion steht trotz Karate-WM für Cup-Spiel gegen Rapid Wien am 26. Oktober zur Verfügung. ÖFB-Freigabe fehlt noch.

UPDATE: Am 26. Oktober könnten nun doch sowohl die Karate WM als auch das Cupspiel von Blau Weiß Linz gegen Rapid Wien auf der Linzer Gugl stattfinden. Die Voraussetzungen für einen zeitgleichen Ablauf beider Sportveranstaltungen wurden anlässlich eines Lokalaugenscheins zwischen Polizei, den Organisatoren der Karate WM, der LIVA und Blau-Weiß Linz geschaffen. „Ich freue mich, dass trotz verschärfter Sicherheitsvorkehrungen für die Karate WM ein Miteinander beider Veranstaltungen möglich ist. Das verdanken wir besonders Thomas Ziegler als LIVA-Chef und dem Entgegenkommen der Polizei, der Veranstalter der Karate WM und den Verantwortlichen des nahgelegenen Olympiazentrums“, betont Bürgermeister Klaus Luger und hofft auf Zustimmung seitens des ÖFB. Rund 2.000 KaratekämpferInnen aus aller Welt, der Trainer- und Betreuerstab sowie 400 Volontäre werden mit Foto-ID persönlich für den Großevent registriert.

LINZ (jog). Die Diskussionen rund um das Linzer Stadion reißen nicht ab: Nachdem bereits im vergangenen Gemeinderat ein weiteres Mal über einen Stadionneubau diskutiert wurde, muss Blau Weiß Linz noch diese Woche auf Herbergssuche für den Cup-Schlager gegen Rapid Wien gehen. Da am 26. Oktober zur gleichen Zeit die Karate-Weltmeisterschaft stattfindet, kommt das Gugl-Oval nicht infrage. Das Rieder Stadion gilt als mögliche Ausweichoption. „Diese Vorkommnisse sind einer Sportstadt wie Linz nicht würdig und zeigen, dass das Linzer Stadion für zwei Fußballvereine nicht voll einsetzbar und verfügbar ist. Das ist wirklich mehr als bedauerlich und ein Schaden für Blau-Weiß, der jetzt ein so gutes Cup-Los hat“, so Vizebürgermeister Bernhard Baier. Erst am vergangenen Donnerstag hatte die ÖVP in einer Aktuellen Stunde im Gemeinderat eine "fehlende Sportinfrastruktur" und die Abwanderung des LASK nach Pasching diskutiert. "Der LASK hat die Freiheit, zu spielen, wo er will, und hat diese Freiheit genutzt", so Luger. Jetzt der Stadt den Ball der Verantwortung dafür zuzuspielen, sei unverständlich. Niemand vertreibe einen Fußballverein aus Linz. "Vonseiten der Stadt wurden wir darauf hingewiesen, dass der LASK aufgrund der Nennung des Waldstadion Pasching als Heimstadion nicht mehr als Linzer Verein zu sehen ist und der LASK daher in Zukunft mehr für die Spiele auf der Gugl zu zahlen hat", so Finanzvorstand Siegmund Gruber in einer Aussendung. Eine Annäherung zwischen Stadt und dem Club scheint in weite Ferne gerückt zu sein.
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