25.10.2016, 16:36 Uhr

Goldener Delphin: Las Gafas räumt in Cannes ab

Der Film fand in Cannes großen Anklang. Foto: Las Gafas
LINZ (red). „Maybe Palermo“, ein Patentvideo, entstanden aus einer Kooperation der Kunstuniversität Linz mit Las Gafas Films und der Johannes Kepler Universität Linz, wurde in Cannes mit dem Goldenen Delphin ausgezeichnet. Das Ziel des in der Kategorie „Informationsfilme“ prämierten Projektes, einer interdisziplinären Kooperation von Wissenschaftern und Künstlern: neue Zugänge zur Kommunikation zu finden – in der Zusammenarbeit und im Endresultat. Konkret geht es um "E100304", ein Krebsmittel, das von Ian Teasdale am Institut für Chemie der Polymere an der JKU entwickelt und zum Patent angemeldet worden ist. Eine Taxifahrt zum Patentamt wird in „Maybe Palermo“ zur Entdeckungsreise. Ein nervöser Wissenschafter erklärt dem dauergenervten Fahrer seine Erfindung, ein neues Heilmittel, dessen Besonderheit in der Art des Transports des Wirkstoffes liegt. Die beiden sprechen nicht dieselbe Sprache. Das Resultat: ein „spanisches“ oder in diesem Fall „italienisches“ Dorf. „Die Zusammenarbeit hat Personen auf allen Ebenen eingebunden. Wir waren nicht die Auftragnehmer, sondern vollwertige Partner“, so Christian Dietl von Las Gafas.


Aliens im Labor

„Für uns war es, als wären Aliens in unser Labor eingedrungen“, beschreibt Ian Teasdale seine ersten Begegnungen mit dem Team der Kunstuni. „Durch die Gespräche mit den KünstlerInnen erhält man einen ganz neuen Blick auf die eigene Arbeit.“ „Unsere Meetings fanden im Labor statt. Bei den Dreharbeiten haben wir das umgekehrt und die ChemikerInnen an unseren Arbeitsplatz gebracht. Der Set wurde zu einer Art Labor“, sagt Regisseurin Luzi Katamay.

Andre Zogholy ist erfreut: „Die Auszeichnung beweist, dass es auch möglich ist, mit einer guten Idee, Mut und einem engagiertem Team gegen Produktionen zu punkten, die ein 50-Faches und mehr an Budget zur Verfügung haben.“
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