31.10.2016, 16:18 Uhr

Start-up des Monats: "rudy games"

Die drei rudy games-Gründer sitzen schon seit ihrer Kindheit gemeinsam am Brettspiele-Tisch. Foto: BRS

Das beste aus zwei Welten: rudy games kombiniert Brettspiele mit Tablets oder Smartphones.

LINZ (red). Der Markt für Brettspiele erlebt aktuell eine Renaissance. Mitten in diesem Fahrwasser schwimmt ein innovatives Linzer Start-up. Das "rudy games"-Team rund um die Gründer Manfred Lamplmair, Reinhard Kern und Gertrud Kurzmann kombiniert klassische Brettspiele mit den digitalen Möglichkeiten einer App. Die Linzer konnten mit ihrem ersten Output, dem Strategiespiel „Leaders – a combined game“ bereits mehrere Tausend Spieler begeistern. Es versetzt bis zu sechs Spieler in die Ära des Kalten Krieges: „Die Spieler müssen geschickt taktieren, strategische Allianzen schmieden, versteckt Forschung betreiben und, wie für diese Zeit üblich, andere Spieler ausspionieren, um siegreich zu sein“, so Lamplmair. Für "Leaders" gibt es inzwischen vier Erweiterungen. "Es gab von der Community den Wunsch nach einer weiblichen Leaderin. Also haben wir die Nation Argentinien mit Evita für das Spiel ins Leben gerufen", so Lamplmair.

Allianzen erlaubt

Ähnlich wie beim Spieleklassiker "Risiko" steht das Erobern von fremden Ländern im Vordergrund. Darüber hinaus sind aber versteckte Allianzen erlaubt, um Gegner zu sabotieren. "Unsere Stärke liegt sicher im Service. Wir können, wenn Probleme auftauchen das Spiel sofort adaptieren oder den Spielern zeitnah Infos und Tipps geben." Der Lohn: Die Spieleentwickler aus der Stahlstadt konnten kürzlich den Blog-Leserpreis "Silberner Stephan" in der Kategorie Bestes Brettspiel 2016 erringen. Die Linzer arbeiten schon fieberhaft am nächsten kombinierten Brettspiel. "Interaction" ist ein kurzweiliges, interaktives Unterhaltungsspiel. Es nutzt Facebook- oder Twitter-Konten, um die Wissensgebiete der Spieler kennenzulernen. Die App generiert daraus individuelle Fragen und lustige Mini-Spiele. Die Apps werden auch abseits des Brettspiels erhältlich sein. "Durch kurze Fragen am Anfang filtern wir die Interessensgebiete raus, die dem Spieler liegen. Die Fragen werden dann darauf zugeschnitten. Schließlich ärgert es einen Fußballfan besonders, wenn er mal eine Frage zu seinem Lieblingsverein nicht weiß", so Lamplmair.

Google als Quizmaster

Hinter dem Spiel steckt jedenfalls ein großer Berg an Daten. "Sucht man bei Google zum Beispiel nach einem Künstler, erhält man nicht nur seine Werke, sondern auch Objekte mit ähnlichen Verbindungen wie etwa Künstler aus derselben Epoche. Dieser quasi unbegrenzte Wissenspool eignet sich perfekt für Quiz-Aufgaben. Außerdem können wir durch räumliche Verortung auch dementsprechende Fragen zur Heimatstadt stellen", so Kern.

Die Fakten

Firmenname: rudy games GmbH
Website: www.rudy-games.com
CEO: Manfred Lamplmair
Gründung: 2013
Branche: Gaming
Mitarbeiter: 4
Märkte: Europa und USA
Expertenmeinung: „Packende Spiele, entwickelt von einem hochmotivierten Team - der Erfolg gibt diesem tollen Start-Up recht", sagt Georg Schmidinger, Business Development Manager bei tech2b.
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