Bad Gasteinerin leistet Hilfe in Äthiopien

Die gebürtige Bad Gasteinerin Silvie Bergant besucht die Kinder, denen Sie über "Licht für die Welt" von Österreich aus hilft.
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  • Foto: Markus Spitzauer
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Die 13-jährige Misikir, die neunjährige Emebet und der dreijährige Eba aus der Region Woliso in Äthiopien haben den Blick auf die Welt von Silvie Bergant verändert. Die gebürtige Bad Gasteinerin arbeitet als Projektmanagerin bei "Licht für die Welt" und machte sich kürzlich selbst ein Bild ihrer Arbeit in Äthiopien.

Behinderung verstecken

"In der Region Woliso leben 225.000 Menschen. 1.686 davon haben offiziell eine Behinderung. Die Dunkelziffer ist aber mindestens doppelt so hoch", erklärt Bergant. Ihr Projekt unterstützt die Organisation VCBRA vor Ort, die für gemeindenahe Rehabilitation von Kindern mit Behinderung zuständig ist. Das Ziel ist es, diese Kinder in Schulen zu bringen. "Immer noch verstecken äthiopische Familien ihre Kinder mit Behinderung aus Scham vor den Ortsbewohnern. Weil ein beeinträchtigstes Kind zu bekommen als Auswirkung eines eigenen Fehlverhaltens gesehen wird. Daher ist Aufklärungsarbeit eine der wichtigsten Aufgaben. Denn wenn wir die beeinträchtigten Kinder nicht 'finden', können wir sie nicht behandeln und therapieren."

Barrierefreiheit erkämpft

Ein weiterer Bereich ihrer Arbeit betrifft die Schulen: "Lehrer müssen ausgebildet wie sensibilisiert und die Schulen barrierefrei zugänglich gemacht werden. Das alles funktioniert aber nur auf der Basis der Politik und der vorherrschenden Strukturen. Die gesetzliche Vorschrift, alle öffentlichen Gebäude barrierefrei zu machen, wurde bereits erfolgreich erkämpft."

Misikir kann kommunizieren

Auf ihrer Reise begegnet die Bad Gasteinerin drei Kindern, denen durch die Unterstützung von "Licht für die Welt" und VCBRA schon viel geholfen wurde.
Die 13-jährige Misikir leidet an Zerebralparese. Sie erhält nun regelmäßig Physiotherapie und Sprechtraining. Bereits ein Jahr nach Beginn der Rehabilitation zeigte sie signifikante Verbesserungen in ihren physischen Fähigkeiten. Heute kann Misikir nicht nur mit ihrer Mutter und der Dorfgemeinschaft kommunizieren, sondern auch Alltagsdinge alleine bewältigen. Essen, Hände- und Gesicht waschen, An- und Ausziehen sowie der Toilettenbesuch gehören ebenso dazu, wie der Mutter im Haushalt zu helfen. Am meisten Freude bereitet ihr jedoch die Schule.

Emebet geht in die Schule

Ihr zweiter Familienbesuch führt sie zu Emebet Iffa, einem gehörlosen Mädchen. Die Neunjährige wird in Gebärdensprache unterrichtet. Bereits nach sechs Monaten begann Emebet mit ihrer Umgebung zu kommunizieren, mittlerweile beherrscht die ganze Familie die Gebärdensprache. Emebet besucht bereits die zweite Klasse und ist sehr glücklich darüber, gemeinsam mit anderen Kindern unterrichtet zu werden.

Eba kann selbst essen

Auch Eba Lema darf Silvie Bergant kennenlernen. Der Junge ist erst drei Jahre alt und leidet an Down-Syndrom. Eine Rehabilitationshelferin von VCBRA führt Physiotherapie mit dem Jungen durch. Ebas Muskeln wurden durch die Übungen bereits gestärkt. Alltägliche Bewegungsabläufe wie selber zu Essen, verbessern sich kontinuierlich. Die Eltern haben bereits selber Rehabilitations-Fähigkeiten erworben und trainieren fleißig mit ihm.

Perspektive wechseln

"Der Einblick in die Projektarbeit hinterlässt bei mir tiefe Spuren. Zu sehen, spüren und erleben, wie dringend unsere Hilfe benötigt wird, wie unmittelbar diese ankommt und wie dankbar sie angenommen wird, erfüllt mich mit Freude und Motivation", sagt die 33-Jährige. Den Pongauern will sie folgendes Mitgeben: "Schaut nach rechts und links um die Perspektive auf euer eigenes Leben und unsere Region zu wechseln. Wir haben es sehr gut hier!"

VCBRA wird zu 100 Prozent von Licht für die Welt unterstützt.
Informationen und Spendenkonto auf der Homepage von Licht für die Welt.

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Autor:

Julia Hettegger aus Salzburg

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