Knotenkunde
„Bergsteigerknoten müssen stets abrufbar sein" – mit VIDEO

Hagen Bogensperger ist Heeresbergführer und Bergretter. Er hat uns ein paar Knoten zum Üben gezeigt.
  • Hagen Bogensperger ist Heeresbergführer und Bergretter. Er hat uns ein paar Knoten zum Üben gezeigt.
  • hochgeladen von Peter J. Wieland

VIDEO – Mastwurf, Achter, Halbmastwurf, Prusik, Ankerstich, Sackstich. Schon mal gehört diese Namen? Nein? Dann waren Sie vermutlich noch nie Sportklettern oder im alpinen High-End-Gebirge bergsteigen, denn diese Begriffe bezeichnen die wichtigsten Knoten, die man beim Bergsteigen beherrschen sollte.

SALZBURG. „Knoten musst du beim Klettern und Bergsteigen blind beherrschen", betont Hagen Bogensperger aus Tamsweg. Er ist Heeresbergführer beim Bundesheer und Mitglied der Bergrettung Lungau. Der erfahrene Berg- und Kletterprofi weiß: „Wenn Du in der Wand hängst, oder wenn ein Notfall passiert – vielleicht sogar bei Dunkelheit – dann hast Du keine Zeit zum Nachdenken. Die Knoten müssen zu 100 Prozent sitzen, denn es geht im Ernstfall um Leben und Tod. Die Knoten müssen stets abrufbar sein, und zwar aus dem Effeff."

Die Basis-Knoten

„Knoten gibt es Dutzende", weiß Hagen Bogensperger, „im Wesentlichen sind es vier, die man als Kletter-Anfänger braucht", erklärt er und zählt auf: „Mastwurf, Achter, Halbmastwurf und Prusik. Später lernt man dann weitere dazu", so Bogensperger.

>> Video


(Wie die wichtigsten und alle in diesem Artikel erwähnten Bergsteiger- und Kletterknoten geknüpft werden, erklärt uns Hagen Bogensperger in diesem Videoclip. „Diese Knoten kann man im Trockentraining daheim üben, damit man sich beim Kletterkurs dann schon anderen Dingen hinwenden kann", sagt Hagen. Er empfiehlt jedem Anfänger einen Grundkurs bei einem ausgebildeten Bergführer zu absolvieren, bevor er sich ins Gelände wagt.)

Der „Achter" dient zum Knüpfen einer Schlaufe; in gesteckter Ausführung dient er dazu, sich am Klettergurt anzuseilen, also sich einzubinden. Der „Mastwurf" ist ein Knoten zur Befestigung, also für die Selbstsicherung am Stand. Der „Halbmastwurf" ist ein Bremsknoten, der zum Sichern im Vor- und Nachstieg, oder zum Ablassen eines Alpinpartners verwendet wird. Den „Prusik" – ein Klemmknoten – verwendet man zur Selbstsicherung. Am Seil lässt sich der Prusik im entspannten Zustand in beide Richtungen verschieben, auf Zug beziehungsweise bei Belastung klemmt er sich fest.

Ein Wichtiger am Klettersteig

Nicht unwesentlich ist dann noch der „Ankerstich". Diesen benötigen Sportler, die sich am Klettersteig bewegen möchten – sie sollten den Ankerstich kennen. „Am Klettersteig verwendet man nämlich meistens ein Klettersteigset", sagt Hagen Bogensperger. „Mit dem Ankerstich bindet man sich ein und beim Klettersteig werden die Karabiner in ein Stahlseil eingehängt."

Der allseits bekannte „Knopf"

Der konventionelle „Knopf", den jeder von uns bestimmt schon des Öfteren geknüpft hat, wird übrigens Spirnstich" genannt; auf doppeltem Seil ausgeführt, heißt er Sackstich. Der Sackstich wird am Berg oft als Verbindungsknoten zweier Seilenden verwendet.

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Autor:

Peter J. Wieland aus Lungau

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