Der üble Polizisten-Trick

Gesundes Misstreuen hilft

SALZBURG/HALLEIN/SCHWARZACH (lin) Mit einer besonders gerissenen Masche versuchen Betrüger zurzeit, ihren Opfern Geld und Wertgegenstände herauszulocken. Die Täter geben sich telefonisch als Polizisten aus und informieren ihre Opfer über behauptete Einbruche in deren Wohnnähe. Angeblich seien die Täter aufgegriffen und eine Liste aufgefunden worden, auf denen auch die Angerufenen aufscheinen.

Verlogene Befragung

Dann wollen die Betrüger alles über aufbewahrtes Geld, Schmuck und ihre Bankgewohnheiten erfahren. Konkrete Betrugsversuche gab es am 2. Jänner, als zwischen Vormittag und Mittag zwei Frauen im Raum Hallein und im Bereich Schwarzach derartige Anrufe auf ihrem Festnetz erhielten. Beide ließen sich jedoch nicht überlisten und erstatteten Anzeige. Bei den Betrugern in diesen konkreten Fällen handelt es sich stimmenmäßig sowohl um eine vermutlich jüngere Frau als auch einen Mann, die beide Hochdeutsch sprechen.

Die Tipps der echten Polizei

Die Polizei würde Sie niemals auffordern, Informationen über Banküberweisungen oder Bargeldabhebungen telefonisch preiszugeben. Auch Fragen, wie viele Personen im Haushalt leben oder welche Wertgegenstände sich zu Hause befinden, würden nicht telefonisch gestellt werden. Ein gesundes Misstrauen ist keineswegs unhöflich. Nehmen Sie sich immer die Zeit für eine Rücksprache mit einer Vertrauensperson oder mit Ihren Angehörigen. Man soll sich am Telefon nicht unter Druck setzen lassen. Auch wenn telefonisch behauptet wird, dass es sich um dringende Ermittlungen zu einem Einbruch in Ihrer Nähe handle.
Polizisten in ziviler Kleidung weisen sich bei einem persönlichen Besuch mit einem Dienstausweis aus und haben auch Verständnis dafür, wenn Sie bei der Polizeidienststelle nachfragen.

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