Zwei Lämmer gerissen
DNA-Analyse besagt: Goldschakal war der Täter

Erste bestätigte Risse durch einen Goldschakal gibt es in Salzburg in Göriach (Ortskernaufnahme ist im Bild zu sehen). Das Tier ist kleiner, aber ähnlich geschützt wie der Wolf. Kaum Gefahr für Nutztiere sieht man von Seiten des Landes Salzburg.
  • Erste bestätigte Risse durch einen Goldschakal gibt es in Salzburg in Göriach (Ortskernaufnahme ist im Bild zu sehen). Das Tier ist kleiner, aber ähnlich geschützt wie der Wolf. Kaum Gefahr für Nutztiere sieht man von Seiten des Landes Salzburg.
  • Foto: Peter J. Wieland
  • hochgeladen von Peter J. Wieland

„Da dieses Tier nicht so groß ist wie der Wolf, sind größere Tiere kaum gefährdet. Ich sehe daher derzeit kein so großes Problem für die Landwirtschaft“, erklärt Hubert Stock, Wolfsbeauftragter des Landes Salzburg, anlässlich der ersten bestätigten Risse durch einen Goldschakal in Salzburg, konkret in Göriach im Lungau.

GÖRIACH. Eine DNA-Analyse hat laut einem Kommuniqué des Landes Salzburg bestätigt, dass zwei Lämmer, die am 7. September in Göriach im Lungau gefunden worden seien, von einem Goldschakal gerissen wurden.

Kaum Gefahr für Nutztiere

„Dieser Beutegreifer kommt mehr und mehr aus dem Osten Österreichs zu uns, ist ähnlich geschützt wie der Wolf, aber dürfte für die Landwirtschaft kein so großes Problem darstellen wie sein Verwandter“, so Hubert Stock, Wolfsbeauftragter des Landes Salzburg. Ein Goldschakal sei nicht so groß wie ein Wolf und sehe eher aus wie ein Fuchs.

„Da dieses Tier nicht so groß ist wie der Wolf, sind größere Tiere kaum gefährdet. Ich sehe daher derzeit kein so großes Problem für die Landwirtschaft.“
Hubert Stock, Wolfsbeauftragter des Landes Salzburg

Ein Detail am Rande: Im Jahr 2020 gab es laut der Landesaussendung in Salzburg bis dato keinen Riss eines Nutztieres durch einen Wolf, allerdings sei im Mai 2020 ein Wildtierriss mittels DNA-Analyse bestätigt worden.

Population schwer einschätzbar

Stock führt in Sachen Goldschakal weiter aus: „Die Population in Österreich ist schwer einzuschätzen, wächst aber vor allem im Osten des Landes stark an. In Salzburg kommen die Tiere derzeit nur sporadisch vor. Vor zwei Jahren ging zum Beispiel einer in eine Fotofalle, vor mehr als 20 Jahren gab es im Gasteinertal einen Abschuss, da der Goldschakal mit einem Fuchs verwechselt wurde. Jetzt wurde zum ersten Mal ein Riss eindeutig nachgewiesen.“

Geschützt wie der Wolf – ganzjährig geschont

Der Goldschakal werde zwar im Salzburger Jagdgesetz behandelt, sei aber ganzjährig geschont. Auch gegen ihn würden die Herdenschutzmaßnahmen helfen, die im Rahmen des Fünf-Punkteprorammes konsequent vom Land Salzburg gefördert würden. „Die Experten haben mir bestätigt, dass dieses Tier mehr und mehr auch bei uns in Erscheinung treten wird", sagt Landesrat Josef Schwaiger. "Durch den Fall des Eisernen Vorhanges sind sie von Ungarn und der Ukraine eingewandert, haben sie sich vor allem in Ostösterreich vermehrt und sie kommen sporadisch auch nach Salzburg. Auch hier lassen wir die Bauern nicht alleine, unterstützen beim Herdenschutz und entschädigen bei Rissen. Auch, wenn die Beute des Goldschakals eher kleinere Wild- als Nutztiere sind.“

>> Mehr Lungau-News findest du >>HIER<<

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