Ein Riese wird zehn Jahre alt

Beim allerersten Fototermin war der Samson noch zu schwer, schön und groß ist er aber auch heute noch, nachdem er „abspecken“ musste.
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  • Beim allerersten Fototermin war der Samson noch zu schwer, schön und groß ist er aber auch heute noch, nachdem er „abspecken“ musste.
  • Foto: Samsongruppe St. Margarethen
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Der jüngste Lungauer Samson feiert am Samstag, dem 2. Juli seinen 10. Geburtstag. Den Vorgänger hat es nur bis 1927 in St. Margarethen gehalten. Die mysteriösen Umstände seines Verschwindens sind bis heute nicht restlos geklärt. Über siebzig Jahre später wurde einer der größten und schwersten Riesen des Bezirkes zur Welt gebracht.

ST. MARGARETHEN (rec). Angefangen mit dem zweiten St. Margarethener Samson hat es im Jahre 2000 bei einer privaten Feier. Hans Graggaber und der heutige Theaterchef Thomas Kerschhaggl tanzten zu Ehren ihres Freundes Alexander Brugger, der im zweiten Bildungsweg den Magistertitel erhielt, mit dem „Junggesellensamson“ vom Passeggerhof (Samsonnachbau), begleitet von einem Trommler der örtlichen Trachtenmusikkapelle und einem Ziehharmonikaspieler.

Wunsch nach neuem Samson lebte im Dorf schon länger
Beeindruckt von der Darbietung, schaffte es der Vater Hermann Brugger, dass der Samsontanz tags darauf anlässlich der Wahl des St. Margaretheners Peter Löcker zum zweiten Lungauer Abschnittsfeuerwehrkommandanten noch einmal aufgeführt wurde. In seiner unnachahmlichen Art soll der Feuerwehrkommandant Peter Löcker zum Alt-Bgm. Balthasar Kerschhaggl gesagt haben: „Buagamoasta, des ist a Zeich‘n, bau‘ ma an Samson!“ Und so war es dann auch, als im Dezember 2000 die Gemeinde zur Gründungsversammlung der Samsongruppe, bei der Hermann Brugger zum Samsonvater ernannt wurde, einlud. Dabei stellte sich auch heraus, dass der Wunsch nach einem neuen „Mogreatenger“ Samson schon länger gehegt wurde. Denn gebaut wurde der Riese schließlich nach einer Zeichnung des Lehrers Reinfried Schröcker, die er bereits in den 70er-Jahren angefertigt hatte. Den Kopf gestaltete die Künstlerin Elisabeth Strauß.

„Thomataler Pfarrer“ segnete den St. Margarethener Samson
Die Bekleidung nähten St. Margarethener Frauen unter der Leitung der damaligen Bezirksobfrau der Trachtenfrauen und Schneidermeisterin Annelie Wieland aus St. Michael. Mit den nötigen Spenden wuchs der Samson schnell, Mitte Juni 2001 war er beinahe fertig. Beinahe deshalb, weil sich beim ersten Fototermin herausstellte, dass der Samson zwar sehr schön, aber mit über 100 Kilogramm auch viel zu schwer war. Daraufhin folgte eine intensive Zeit des „Abspeckens“. Nach der Samson-Diät konnte die Figur auch getragen werden. Den damaligen Trägern, Hannes Sampl und Gerhard Lanschützer (heute Obmann der Samsongruppe), „erleichterte“ man die tatsächliche Last von rund 86 Kilogramm, indem man ihnen versicherte, sie hätten nur gut 80 Kilogramm zu schleppen. Am 14. Juli 2001 war er dann fertig, der stolze Riese, und wurde vom „Thomataler Pfarrer“ Valentin Pfeifenberger gesegnet. Am 15. Juli 2001 tanzte der St. Margarethener Samson um 14 Uhr vor rund 2.000 Besuchern zum ersten Mal.

Trachtenfrauen feiern mit dem Samson am 2. Juli 10 Jahre
Am kommenden Samstag, dem 2. Juli gratulieren fünf Samsone dem Jubilar, getragen von Christian Macher und Matthias Wieland, zum 10. Geburtstag. Zwölf Samsongruppen und neun Trachtenfrauengruppen mit 120 Damen werden erwartet, schließlich feiern auch die St. Margarethener Trachtenfrauen ebenfalls ihr 10-jähriges Jubiläum. Unter Obfrau Brigitte Lüftenegger gehören der Gruppe derzeit 57 Mitglieder an. Nach dem Kirchgang werden die Samsone ab ca. 17 Uhr die Ehrentänze aufführen.

Beim allerersten Fototermin war der Samson noch zu schwer, schön und groß ist er aber auch heute noch, nachdem er „abspecken“ musste.
Die Geburtsstunde des St. Margarethener Samsons: Tanz mit dem Junggesellensamson vom Passeggerhof für den frisch gebackenen Abschnittsfeuerwehrkommandanten Peter Löcker.

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