"Es betrifft alle, die hier daheim sind"

Bgm. Sampl freut sich über das Jubiläum. Vorne im Bild: ein Kunstwerk aus Glas, denn dieser Werkstoff wird eine Rolle spielen.
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  • hochgeladen von Peter J. Wieland

ST. MICHAEL. Am 9. Juli 1416 – es war ein Donnerstag – hat Erzbischof Eberhard III. von Neuhaus den Ort St. Michael zum Markt erhoben. Knapp 400 Einwohner hatte der Markt damals. Heute haben knapp 3.700 Menschen ihre Heimat in St. Michael. "Die Markterhebung vor 600 Jahren hat wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung unseres St. Michael gehabt", erzählt Bürgemeister Manfred Sampl. "Es bedeutete für die Marktteilnehmer nämlich bestimmte Privilegien – wie Zollvergünstigungen, Ausnahmen bei Handelbeschränkungen, etwa die Erlaubnis des Anbietens von Waren/Gütern, die außerhalb von Marktzeiten nicht erlaubt waren. Zudem bekam der Markt St. Michael die niedere Gerichtsbarkeit, das Recht der Wahl eines Marktrichters, das Recht der Einhebung von Abgaben und Steuern, die zum Teil im Topf der Marktgemeinde blieben. All das hat St. Michael zur attraktiven Metropole des Handels gemacht und ihm zum Aufschwung verholfen", erklärt Bürgermeister Sampl. Das Amt des Bürgermeisters gibt es in St. Michael übrigens erst seit 1849, zuvor gab es die Marktrichter.

Jahreskreis der Feste

Anlässlich des Jubiläums der 600-jährigen Markterhebung, richtet St. Michael einen Jahreskreis der Feste aus. Dieser wird am Samstag, dem 5. März, um 19:30 Uhr, mit einem fidelen Abend in der örtlichen Festsaal, eröffnet. Die Moderatoren des Abends sind Reinfried Schröcker und Hans Kremser.

"Marsch hoch St. Michael"

Am 5. März wird zum Beispiel der von Reinfried Schröcker komponierte St. Michaeler Marsch uraufgeführt. Dazu hat es auch einen Texter-Wettbewerb unter den Michaelern gegeben. Gewonnen hat diesen die "St. Michaeler Marschdichterwerkstatt" (Burgi Löcker, Bernhard und Gerlinde Aigner, Rudi und Ursula Perauer). Ihr Text mit dem Marschtitel "Marsch hoch St. Michael" konnte eine fachkundige Jury der Marktgemeinde überzeugen. Rund 15 Einsendungen hat es gegeben.

Zeitzeugen erzählen

Ein weiteres Highlight des Eröffnungsabends, am 5. März, werden Interviewrunden mit Zeitzeugen aus der St. Michaeler Vergangenheit sein. "Hier werden Leute vor den Vorhang geholt, die nicht so sehr im öffentlichen Leben stehen, aber vieles zu erzählen wissen", freut sich Bürgermeister Manfred Sampl. "Sie werden zum Beispiel über Volksfeste berichten, die es heute nicht mehr bei uns gibt – beispielsweise 'Dosenschießen' usw. In St. Michael waren das früher die begehrtesten Feste im Ort."

Informativer Festabend

Ortschef Sampl: "Das Fest betrifft alle, die hier daheim sind. Jetzt haben wir alle die Möglichkeit, ein Fest zu feiern, an dem sich der ganze Ort beteiligen kann. Ganz St. Michael soll sich eingebunden und willkommen fühlen! Es soll eine Art moderner Heimatabend gepaart mit Information, Geschichte, Musik und Unterhaltung werden."

Wann wird die Stadterhebung gefeiert?

Bgm. Sampl dazu: "Schuster bleib bei deinen Leisten. Wir ehren das Alte und grüßen das Neue. Wir möchten mit dem, was uns die 600 Jahre geliehen haben sorgfältig umgehen. Das heißt nicht nur wachsen, sondern jetzt so wirtschaften, dass die, die 700 Jahre Markt feiern, eine Freude mit St. Michael haben können. Da muss man keine Stadt werden."

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