Claus Eisenhut
Lektor plant mit Studierenden fix-fertige Radwege

Claus Eisenhut ist Unternehmensberater und Lektor an der Fachhochschule (FH) Kärnten in Spittal an der Drau. Sein Büro hat der Mariapfarrer im Techno-Z in Bruckdorf.
  • Claus Eisenhut ist Unternehmensberater und Lektor an der Fachhochschule (FH) Kärnten in Spittal an der Drau. Sein Büro hat der Mariapfarrer im Techno-Z in Bruckdorf.
  • Foto: Peter J. Wieland
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Wenn eine Realisierung scheitert, dann – nach Meinung von Claus Eisenhut, Lektor an der FH Kärnten in Spittal an der Drau – an der Ernsthaftigkeit des Wollens.

MARIAPFARR, SPITTAL. Sie planen mit Ihren Studierenden ein Radweg-Projekt in Unternberg-Moosham. Was planen Sie genau?
CLAUS EISENHUT: Wir sollen in Absprache mit Bürgermeister Sagmeister eine Alternative zur derzeitigen Teilstrecke des Mitterberg-radweges, der derzeit beim Mooswirt über die Murtalstraße B96 und weiter über die sehr stark befahrene Straße bis Pischelsdorf zum Murradweg geht, finden.

Sie überreichen der Unternberger Gemeindevertretung ein fix-fertig ausgearbeitetes Konzept zum Nulltarif. Ist das richtig?
EISENHUT:
Ja, die Studenten erarbeiten ein Konzept, samt eventuellen Alternativen. Dieses Konzept umfasst die Planung, Kostenschätzung und Ausschreibung aus der Sichtweise eines Öffentlich-Privaten-Partnerschaft-Projektes. Zusätzlich werden eventuelle Förderungen, etwa vom Land, berücksichtigt. Also das Konzept ist so weit gediehen, dass es umgesetzt werden könnte. Nulltarif ist relativ: die FH Spittal verrechnet keinen Euro, das stimmt, dafür erhalten wir aber ein Praxis-Projekt, welches für die Studenten enorm wertvoll ist.

Wo im Lungau haben Sie ähnliche Radwegprojekte geplant?
EISENHUT:
In Thomatal-Ort sowie Richtung Ramingstein und nach St. Margarethen; dann in Weißpriach und auch den Pilgerweg Weißpriach nach Mariapfarr. Jetzt hat die Landkarte bald keine weißen Flecken mehr (lacht).

Welche dieser Gemeinden haben Ihre Vorschläge in die Tat umgesetzt?
EISENHUT
: Noch keine einzige. Leider. Ich werde aber öfters – sogar von Leuten, die ich gar nicht kenne – angesprochen, wann endlich was passiert. Da kann ich dann nur darauf hinweisen, dass das nicht in meiner Macht liegt. Es zeigt, dass das Interesse groß zu sein scheint.

Woran scheitert es Ihrer Ansicht nach, dass Ihre ausgearbeiteten Vorschläge nicht realisiert werden?
EISENHUT:
Meiner Meinung nach an der Ernsthaftigkeit des Wollens. Nach der letzten Gemeinderatswahl wurde von einigen Bürgermeistern gemeinsam wieder eine Initiative gestartet und die Konzepte wurden der Landesregierung vorgestellt. Diese lehnte jene jedoch ab, da Radwege aus Sicht des Landes asphaltiert werden müssen; unsere Konzepte sind jedoch nachhaltig und versuchen so wenig wie möglich in die Natur einzugreifen, daher ist keine Asphaltierung vorgesehen. Im Lungau sind derzeit 90 Prozent der bestehenden Radwege nicht asphaltiert – und das sollte auch so bleiben. Am Land müsste die Asphalt-Situation allerdings schon etwas anders bewertet werden, als beispielsweise mitten in einer Stadt, meine ich. 

Wenn Sie noch etwas anmerken wollen, dann wäre nun die Gelegenheit dafür!?
EISENHUT:
Ich muss schon zugeben, dass es aus Sicht des Leiters dieser Projekte völlig egal ist, ob diese realisiert werden – auch wenn ich da meiner persönlichen Meinung widerspreche. Ich finde es besonders entgegenkommend von allen Bürgermeistern und auch vom Team des Biosphärenparks, dass es uns immer wieder gelingt, solche Projekte auf die Beine zu stellen und damit eine große Chance ermöglicht wird, dass wir in der FH Kärnten, am Standort Spittal an der Drau, eine praxistaugliche Ausbildung anbieten können.

>> Mehr Lungau-News findest du >>HIER<<

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