Pflegeskandal schockiert Goldegg!

Seniorenheim Goldegg:

„Ein unfassbar schrecklicher Sachverhalt“, so nennt Bürgermeister Hans Mayr die Vorfälle, die sich in den Jahren 1995 bis 2008 im örtlichen Seniorenheim abgespielt haben sollen. Die Anschuldigungen: Diebstahl, sexueller Missbrauch und versuchte Sterbehilfe an Senioren durch das Pflegepersonal.

GOLDEGG (jb). Entsetzen, Betroffenheit und Angst, dass ein Bekannter oder Verwandter von den Vorfällen ebenfalls betroffen sein könnte – so schildert Goldeggs Oberhaupt Hans Mayr die Stimmung in der Gemeinde. Mit dem 1. Jänner 2010 und dem damit verbundenen Wechsel in der Betriebsführung des Seniorenheims durch das Rote Kreuz Salzburg (Pro Humanitate) kommen Vermutungen ans Tagseslicht, die die Gemeinde mit Bürgermeister Mayr erschüttern. Mut gefasst durch die neue Leitung des Heimes melden Mitarbeiter Vorfälle aus der Vergangenheit, die zwar einige Jahre zurückliegen, aber erschütternd sind. In den Jahren 1995 bis 2008 sollen drei Bedienstete die Bewohner über Jahre hinweg bestohlen haben, davon betroffen waren Bargeld wie auch Wertsachen. Doch damit nicht genug: Die drei Frauen sollen auch Bewohner des Hauses sexuell missbraucht haben und in einem Fall wird einer der drei Pflegerinnen versuchte Sterbehilfe vorgeworfen. „Seit diese Vorwürfe offenkundig geworden sind, melden sich beinahe täglich Menschen, denen in den vergangenen Jahren etwas Verdächtiges aufgefallen sein will“, erklärt Bürgermeister Mayr im Gespräch, „viele Angehörige von Seniorenheiminsassen fürchten sich jetzt, verständlicher Weise, dass auch ihre Angehörigen von den Vorfällen betroffen waren bzw. sind. Ihnen und den Senioren selbst wird psychologische Unterstützung angeboten“.

Ortschef Mayr reagiert prompt und mit starken Konsequenzen
Als die Vorwürfe bei einer Aussprache mit den Vertretern von „Pro Humanitate“ gemeldet wurden, ging es Schlag auf Schlag. Die Seniorenheimleitung verständigte den Bürgermeister und konfrontierte ihn mit den Anschuldigungen der Pflegerinnen am Telefon. „Erst konnte ich es nicht glauben, vor allem, dass die geschilderten Taten bis so weit zurück in die Vergangenheit reichen und niemand sich gemeldet hat“, so der merklich angeschlagene Bürgermeister. Noch am selben Tag werden die beschuldigten Damen freigestellt. Der Fall wurde bereits der Staatsanwaltschaft in Salzburg übergeben. „Die übrigen Pflegerinnen trifft meiner Meinung nach keine Schuld, sie trauten sich die Vorfälle nicht zu melden, da sie um ihren Arbeitsplatz fürchteten“, so Mayr froh über die Tatsache, dass die Vorfälle überhaupt ans Tageslicht gekommen sind, „heute wissen wir auch, dass einige Kündigungen in den letzten Jahren auf diese ‚Machenschaften‘ zurückzuführen sind“. Aktuell ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Autor:

Bezirksblätter Pongau aus Pongau

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.