ASFINAG
Verkehrsteilnehmer werfen 1.300 Tonnen Müll im Jahr auf die Autobahnen

Tatsächlich muss man nicht lange suchen, um beispielsweise am Rande der A10 sorglos entsorgten Müll – in dem Fall eine Plastikflache – zu finden.
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  • Tatsächlich muss man nicht lange suchen, um beispielsweise am Rande der A10 sorglos entsorgten Müll – in dem Fall eine Plastikflache – zu finden.
  • Foto: Bezirksblätter Lungau
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Jährlich landen mehr als 1.300 Tonnen Müll auf den Autobahnen in Salzburg, abseits von Müllcontainern und -kübeln. Das teilte die ASFINAG mit.

SALZBURG. Jährlich landen mehr als 1.300 Tonnen Müll auf den Autobahnen in Salzburg, abseits von Müllcontainern und -kübeln. Das teilte die Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs- Aktiengesellschaft (ASFINAG) mit. Achtlos „entsorgte“ Getränkedosen und Zigaretten seien dabei aber nicht nur ein Ärgernis für Lenkerinnen und Lenker, sondern könnten auch zu gefährlichen Wurfgeschoßen werden oder zu abrupten Fahrmanövern führen.
„Gegenstände auf Fahrbahnen, und wenn es nur eine aufgewirbelte Zeitung ist, können Unfälle verursachen“, sagen die ASFINAG-Geschäftsführer Christian Ebner und Stefan Siegele. Sie appellieren an alle Verkehrsteilnehmer auch daran zu denken, bevor sie etwas aus dem Seitenfenster werfen.

ASFINAG sammelt 300 Tonnen Müll händisch auf

Knapp ein Viertel des Mülls entlang und auf den Autobahnstrecken in Salzburg – etwas mehr als 300 Tonnen in Salzburg (2.000 Tonnen österreichweit) – müssten die ASFINAG-Mitarbeiter jährlich händisch aufsammeln. Die hohen Kosten würden dabei eben vor allem die während der Fahrt auf die Autobahn geworfenen Gegenstände verursachen. Geschäftsführer Ebner: „Und in Summe kostet die Müllentsorgung jedes Jahr bereits mehr als 13 Millionen Euro.“

Das Phänomen "Mülltourismus"

Auch wenn der größte Teil des Mülls ordnungsgemäß in dafür vorgesehenen Mistkübeln und Containern landen würde, kämpfe die ASFINAG gegen den sogenannten „Mülltourismus“. „Unsere Mitarbeiter finden auf den Rast- und Parkplätzen immer wieder auch normalen Hausmüll sowie alte Autoreifen und Bauschutt“, bestätigt Abteilungsleiter Heimo Maier-Farkas in der Mitteilung der ASFINAG diese „billige, aber illegale Variante der Müllentsorgung“. Auch Fahrräder, Kühlschränke, Bänke oder Türen müssten von den Mitarbeitern der Autobahnmeistereien unter großem Aufwand weggeräumt werden.

Die „Müll-Hitliste“ 2018 der ASFINAG nach Bundesländern:

  • 1.700 Tonnen in Niederösterreich (2,6 Millionen Euro Kosten)
  • 1.460 Tonnen in der Steiermark (2,2 Millionen Euro Kosten)
  • 1.350 Tonnen in Oberösterreich (2,05 Millionen Euro Kosten)
  • 1.330 Tonnen in Salzburg (2 Millionen Euro Kosten)
  • 940 Tonnen in Tirol (1,4 Millionen Euro Kosten)
  • 750 Tonnen in Kärnten (1,1 Millionen Euro Kosten)
  • 600 Tonnen in Vorarlberg (900.000 Euro Kosten)
  • 570 Tonnen im Burgenland (860.000 Euro Kosten)
  • 36 Tonnen in Wien (50.000 Euro Kosten)
Tatsächlich muss man nicht lange suchen, um beispielsweise am Rande der A10 sorglos entsorgten Müll – in dem Fall eine Plastikflache – zu finden.

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Peter J. Wieland aus Lungau

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