Brauchtum
VIDEO "I bin dös Kasmandl aus Stranach, anach anach..."

Die "Stranacher Kasmandl-Gruppe": Luisa, Greta, Fabian, Theresa, Anna, Hannah, Maximillian und Raphael.
  • Die "Stranacher Kasmandl-Gruppe": Luisa, Greta, Fabian, Theresa, Anna, Hannah, Maximillian und Raphael.
  • hochgeladen von Peter J. Wieland

UNTERNBERG. In den Lungauer Ortschaften waren am Vorabend zu Martini, am vergangenen Samstag, Kasmandl-Gruppen unterwegs. Das ist ein alter Brauch, der unter diesem Link näher erklärt wird. Die Bezirksblätter Lungau durften in der Stube von Brigitte und Helge Rossmann vulgo "Weber" in Unternberg dabei sein, als die "Stranacher Kasmandl-Gruppe" zu ihnen kam.

>> Video mit der "Stranacher Kasmandl-Gruppe":

Das Brauchtum

Auf der Homepage der Servicestelle Lungauer Volkskultur zitieren die Tamsweger Historiker Anton und Josefine Heitzmann mit Verweis auf das Druckwerk "Der Salzburger Lungau und seine Bräuchtümer" Ignaz von Kürsinger, der dieses Brauchtum in "alter Sprache" so erklärt: „Das Käsmandel ist ein kleines Männlein von eisgrauer Farbe, mit erdfalbem, runzlichem Gesichte. Zur Sommerszeit lebt es auf den höchsten Bergzinnen in unzugänglichen Gewänden und dunklen Wäldern, wo es sich von Wurzeln und Kräutern nährt. Im Herbste, wenn der Senne von der Alm mit seiner Heerde zur Heimath gefahren ist, kömmt das Käsmandel aus seinem Schlupfwinkel zu den Almhütten, sucht und sammelt das zusammen, was die Senndinen und Hirten verworfen, verloren oder zurückgelassen haben, und käset diese Überreste, von denen er den langen Winter hindurch sich nähret“. So habe es Ignaz von Kürsinger bereits um die Mitte des 19. Jahrhunderts geschrieben.
Das Kasmandl sei zu Martini am 11. November in die Alm eingeglöckelt und zu Georgi am 24. April, zur Zeit des Viehauftriebes, wieder herausgeglöckelt worden, schreiben Heitzmanns. Heute zögen am Vorabend des Martinitages Kinder in Kleingruppen und „almerischer“ Kostümierung von Haus zu Haus, trügen Sprüche und Lieder vor, bitteten um kleine Gaben und verteilten Schnurraus – tauben-eigroße Bälle aus Germteig – die in Fett heraus gebacken werden, heißt es weiter.

Autor:

Peter J. Wieland aus Lungau

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

3 folgen diesem Profil
Die wichtigsten Nachrichten per Push Mitteilung direkt aufs Handy! Jetzt für Deinen Bezirk anmelden!

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.