Da fährt die Bahn vorbei!

Wer in Hüttau auf ein öffentliches Verkehrsmittel wartet, der wartet lange! Auf dieses Problem weist Bgm. Rupert Bergmüller im Gespräch mit dem BEZIRKSBLATT hin.
  • Wer in Hüttau auf ein öffentliches Verkehrsmittel wartet, der wartet lange! Auf dieses Problem weist Bgm. Rupert Bergmüller im Gespräch mit dem BEZIRKSBLATT hin.
  • hochgeladen von Peter J. Wieland

Dass in Hüttau zu wenig bebaubare Flächen zur Verfügung stehen und dass Hüttauer, die auf einen „Öffi“ warten, oft lange warten müssen, bemängelt Bgm. Rupert Bergmüller.

Beschreiben Sie die Struktur Ihres Ortes!
RUPERT BERGMÜLLER:
„Hüttau ist ein Ort mit Klein- und Mittelbetrieben sowie einigen Tourismusbetrieben. Die zirka 80 Bergbauernhöfe werden großteils im Nebenerwerb bewirtschaftet. Nicht vergessen werden darf der Tourismus. Pro Jahr nächtigen immerhin 50.000 Gäste bei uns. Die Kupferzeche am Larzenbach – unser Schaubergwerk – besuchen jährlich 7.000 bis 8.000 Gäste!“

Wie groß ist Ihr jährlicher Budgetrahmen und wie kommen Sie mit diesen finanziellen Ressourcen zu Rande?
RUPERT BERGMÜLLER:
„Im ordentlichen Budget haben wir rund 3,4 Mio. Euro, außerordentlich kommen knapp 873.000 dazu. Für die Pflichtaufgaben reicht das. Darüber hinaus wird im nächsten Jahr das örtliche Seniorenwohnheim saniert, dies ist jedoch nur mit großer Unterstützung des Landes möglich.“

Im Großen und Ganzen hört sich das recht vielversprechend an, oder irre ich mich?
RUPERT BERGMÜLLER:
„Was die Einnahmenseite pro Kopf betrifft, ist Hüttau das Bezirksschlusslicht. Außerdem sieht die Bauplatz-Situation nicht rosig aus. Zum einen befindet sich vieles in der roten Zone. Zum anderen sind weite Teile vom Lärm der Tauernautobahn und dem Eisenbahnverkehr betroffen. Der Verkehr – um genau zu sein der öffentliche Verkehr – wird immer mehr zum Problem für die Hüttauer, denn das Netz wird ausgedünnt. Am Hüttauer Bahnhof halten die Züge nicht mehr und der Schienenersatzverkehr fährt nur im Zwei-Stunden-Takt. Wer also in die Zentralräume muss, wie beispielsweise Pendler, ist auf das Auto angewiesen.“

Welche Projekte wollen Sie in Ihrer laufenden Amtsperiode unbedingt noch verwirklichen?
RUPERT BERGMÜLLER:
„Wir sind gerade dabei mit den Nachbarkommunen St. Martin und Eben einen Gemeindeverband zu gründen, der gemeinsam unser Seniorenheim betreiben wird. Im März 2011 wird dort mit den Sanierungs- und Ausbauarbeiten begonnen. Ende 2011 sollen diese fertiggestellt sein. Zurzeit beherbergt das Seniorenwohnheim 38 Bewohner, das wird auf 48 Betten aufgestockt. Im Grunde ist das das größte Projekt, das derzeit ansteht.“

Wenn Sie der Landeshauptfrau gegenübersitzen würden, um was würden Sie sie für Ihre Gemeinde bitten?
RUPERT BERGMÜLLER:
„Um soviel Unterstützung, dass die ländliche Infrastruktur aufrecht erhalten werden kann – auch was die Nahversorgung betrifft!“

Wie könnte dieses Anliegen realisiert werden?
RUPERT BERGMÜLLER:
„Die Großkonzerne beziehungsweise Einkaufszentren müssten in die Pflicht genommen werden, auch in Kleingemeinden Filialen zu betreiben, um die Nahversorgung zu gewährleisten. Dieser Ausgleich bedarf jedoch einer gesetzlichen Regelung seitens des Landes bzw. Bundes.“

Wer ist der geheime Bürgermeis-ter in Ihrer Gemeinde?
RUPERT BERGMÜLLER:
„Es gibt keinen, auch keine Kronprinzen.“

Autor:

Peter J. Wieland aus Lungau

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