Manfred Sampl (Regionalverband Lungau)
"Größere Projekte sind völlig neu zu beurteilen"

Lungaus Regionalverbandsobmann Manfred Sampl (Archivfoto): "Wir sind im Bezirk gut abgestimmt und alle ziehen an einem Strang. Trotzdem sind die Folgen der aktuellen Situation für unsere Gemeinden katastrophal und in noch nie da gewesenem Ausmaß. Vor allem die finanziellen Auswirkungen werden uns heuer und in den nächsten Jahren schwer belasten."
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  • Lungaus Regionalverbandsobmann Manfred Sampl (Archivfoto): "Wir sind im Bezirk gut abgestimmt und alle ziehen an einem Strang. Trotzdem sind die Folgen der aktuellen Situation für unsere Gemeinden katastrophal und in noch nie da gewesenem Ausmaß. Vor allem die finanziellen Auswirkungen werden uns heuer und in den nächsten Jahren schwer belasten."
  • Foto: Peter J. Wieland
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Der Lungauer Regionalverbandsobmann, Manfred Sampl – Landtagsabgeordneter der ÖVP und St. Michaels Bürgermeister – bei uns im Interview zur aktuellen Corona-(Covid-19)-Lage im Bezirk Tamsweg und darüber was wohl danach auf die 15 Lungauer Gemeinden zukommen mag.

LUNGAU. Herr Regionalverbandsobmann, wie gehen die Lungauer Gemeinden mit der aktuellen Situation um?
MANFRED SAMPL:
"Die Gesundheit aller Menschen steht an ​absolut erster Stelle. Daher sind jetzt klare Regeln und gesicherte Informationen wesentlich. Nur so bekommen wir Halt und Sicherheit. Die 15 Lungauer Gemeinden verstehen sich als Ansprechpartner für Fragen und Anliegen ​aller Art der Bevölkerung. Das fordert sehr, aber Herausforderungen motivieren uns auch Lösungen zu finden. Und darauf haben die Bürgerinnen und Bürger ein Recht."

Mit welchen Sorgen kommen die Bürgermeister zu Ihnen?
SAMPL:
"In bin beeindruckt, wie sehr der Lungau in dieser schwierigen Situation zusammenhält. Wir sind im Bezirk gut abgestimmt und alle ziehen an einem Strang. Trotzdem sind die Folgen der aktuellen Situation für unsere Gemeinden katastrophal und in noch nie da gewesenem Ausmaß. Vor allem die finanziellen Auswirkungen werden uns heuer und in den nächsten Jahren schwer belasten. Lange erarbeitete Zukunftspläne ​für einzelne Gemeinden und unsere Region wurden über den Haufen geworfen. Größere Projekte sind völlig neu zu beurteilen und das beschäftigt uns Bürgermeister natürlich außerordentlich."

Mit welchen Sorgen kommen die Bürgerinnen zu Ihnen?
SAMPL:
"Hauptsächlich geht es um Fragen die den Alltag betreffen. Wir unternehmen alles, um unbürokratisch Hilfestellung zu leisten. Aus den jetzt gestellten Fragen und Wünschen müssen wir die richtigen Schlüsse für die Zukunft mitnehmen – darum ist gerade jetzt ein offenes Ohr wichtig." 

An diese Regeln gilt es sich derzeit zu halten.
  • An diese Regeln gilt es sich derzeit zu halten.
  • Foto: Land Salzburg
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Wie erklärt es sich, dass im Lungau im Vergleich mit den anderen Salzburger Bezirken bisher auffällig wenig Covid-19-Fälle festgestellt wurden?
SAMPL:
"Die strenge Befolgung aller verordneten Maßnahmen helfen uns ebenso wie die dünne Besiedlung und der sanftere Tourismus. Außerdem koordiniert unsere Bezirkshauptmannschaft, unter der Leitung von Michaela Rohrmoser, die Krisensituation vorbildlich. Natürlich kommt auch achtsamen Ärzten und dem umsichtigen Pflegepersonal in den Gesundheitsberufen besondere Bedeutung zu."

In wie vielen Gemeinden gibt es derzeit Infizierte?
SAMPL:
"Mit heutigem Stand gibt es in sieben Lungauer Gemeinden nachweislich 15 erkrankte Personen und zirka 70 Personen, die sich vorsorglich in Quarantäne befinden. Auf diesem Wege wünschen wir allen Erkrankten alles erdenklich Gute und rasche Genesung."

Können Sie sonst noch ein paar interessante Bezirksfakten zur Corona-Situation im Lungau nennen?
SAMPL:
"Besonderes Augenmerk legen wir auf die vier Seniorenwohnheime des Bezirkes. Ansteckungen in diesem Bereich könnten mehrfach fatale Folgen haben. Durch ​die konsequente Arbeit ​des gesamten Pflegepersonals sind die Heime derzeit (2. April, Anm. d. Red) Corona-frei."

Weshalb es wichtig ist, seine Kontakte auf das Nötigste einzuschränken und sich an die verordneten Maßnahmen der Landes- und Bundesregierung zu halten.
  • Weshalb es wichtig ist, seine Kontakte auf das Nötigste einzuschränken und sich an die verordneten Maßnahmen der Landes- und Bundesregierung zu halten.
  • Foto: Land Salzburg
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Wie halten Sie sich persönlich geistig und körperlich fit in diesen Wochen?
SAMPL:
"Die aktuelle Situation fordert mich sehr. Wenn Zeit bleibt,​ laufe ich gerne mit meiner Frau eine Runde und spiele abends mit unseren Kindern Mulatschag."

Sie persönlich, wie lange denken Sie hält uns Corona mit all den Einschränkungen noch im Griff? Und womit rechnen Sie noch?
SAMPL:
"Persönlich glaube ich, dass uns die Einschränkungen in verschiedenen Abstufungen bis in den Sommer hinein begleiten werden. Die daraus resultierenden finanziellen Auswirkungen für heimische Unternehmen und Kommunen werden uns ​leider die nächsten Jahre begleiten. Und natürlich rechne ich mit den verlässlichen Lungauerinnen und Lungauern – durch einen respektvollen Umgang ​miteinander haben wir einen großen Teil der Zukunft selber in der Hand."

Gerne räume ich Ihnen Raum für ein Abschlussstatement ein, falls Sie dies mögen!?
SAMPL:
"Corona trifft wirtschaftlich weltweit fast alle. Gott sei Dank sind wir in Österreich aber im Gegensatz zu anderen Regionen auf der Welt in der glücklichen Lage, dass derzeit viele erkrankten Menschen wieder gesund werden. Dieser Umstand soll uns Kraft und Zuversicht für die kommenden Herausforderungen schenken. Niemand wird zurück gelassen – mit viel Fleiß, guten Ideen und Zusammenhalt wird uns der Neustart im Lungau gelingen."

>> Mehr Lungau-News findest du >>HIER<<

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