Klima und Energie
"Sei nicht dumm, steig um"

Josef Fanninger, Klima- und Energie-Modellregion-Manager sowie Geschäftsführer des Regionalverbandes.
  • Josef Fanninger, Klima- und Energie-Modellregion-Manager sowie Geschäftsführer des Regionalverbandes.
  • Foto: Bezirksblätter Lungau
  • hochgeladen von Peter J. Wieland

Josef Fanninger von der Klima- und Energie-Modellregion Lungau: "Weg von Kohle, Gas und Öl; hin zu Pellets oder Wärmepumpen."

LUNGAU. Seit eineinhalb Jahr ist der Lungau eine Klima- und Energie-Modellregion (kurz: KEM-Region). Wir haben KEM-Manager, Josef Fanninger, zu einer aktuellen Aktion – dem Lungauer Heizkessel-Casting – befragt.

Warum gibt es dieses Casting?
JOSEF FANNINGER:
"Wir haben 2019 – längste Zeit also von fossilen auf erneuerbare Energien beim Heizen umzustellen. Weg von Kohle, Gas und Öl und hin zu Pellets oder Wärmepumpen. Eine Zahl dazu vielleicht: Es gibt im Lungau 1.800 fossile Heizkessel – das sind mehr als 25 Prozent."

Strom nicht?
FANNINGER:
"Strom auch. Die Frage bleibt aber, wo kommt der Strom in Zukunft her? Strom ist langfristig betrachtet vermutlich nicht das Beste. Förderungen für strombasierte Heizsysteme gibt es auch nicht."

Warum ist es wichtig von Fossilem auf Erneubares zu setzen.
FANNINGER:
"Nun, da gibt es eine 16-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg aus Schweden, die durch die Welt tourt und den enkeltauglichen Umgang mit den globalen Ressourcen einmahnt. Wie ihr, geht es es auch uns darum, aktiv etwas gegen den Klimawandel zu machen. Jeder Einzelne sollte mal überlegen: Was kann ich tun? Nun, vielleicht deinen veralteten fossilen Heizkessel tauschen."

Wann ist ein Heizkessel alt?
FANINGER:
"Es gibt im Lungau einerseits sicher etliche Kessel, die älter als 30 Jahre sind – die sind alt. Andererseits gibt es Kessel, die erst wenige Jahre am Buckel haben, aber von der Technologie her veraltet sind: Und vom Kopf her gilt ein fossiler Heizkessel in der Hinsicht doch als alt, oder!? Auch wenn er bestimmt optimiert ist, so ist er doch bestimmt nicht zukunftsweisend."

Für wen bietet sich der Einbau eines durch erneubare Energie betriebenen Heizkesselsystems an?
FANNINGER:
"Wer jetzt in eine Neuanschaffung beim Kesseltausch investiert, sollte sich angesprochen fühlen. Die Aktion gilt nicht für Neubauten beziehungsweise Häuslbauer. Der Tausch eines Heizkessels ist eine Entscheidung für die nächsten Jahre und sollte wohlüberlegt gefällt werden. Momentan wäre es günstig, weil es attraktive Förderungen gibt. Bei Pelletsöfen etwa kann diese mehr als die Hälfte des Anschaffungspreises betragen."

Was bietet Ihr Heizkessel-Casting den Teilnehmern?
FANNINGER:
"Zum einen eine umfassende kostenlose Energieberatung zu Gebäude und Heizanlage durch die Energieberatung Salzburg. Zum anderen die Möglichkeit attraktive Preise zu gewinnen.
Durch solche Aktionen wollen wir Anreize schaffen, dass noch mehr Leute den Schritt wagen, etwas für den Klimaschutz zu machen. Die Teilnahme am Lungauer Heizkessel-Casting ist übrigens kostenlos und unverbindlich; ganz ohne Zwang."

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