Verkehr und Klimaschutz
So soll der Verkehr schrittweise klimafreundlicher werden

"Alternative Antriebe sollen und werden uns dabei helfen, den Verkehr klimafreundlicher zu gestalten. Für das Verkehrsaufkommen und damit die Stauzeiten macht es aber keinen Unterschied, mit welchem Antrieb der Individualverkehr unterwegs ist", sagt Salzburgs Verkehrslandesrat Stefan Schnöll.
  • "Alternative Antriebe sollen und werden uns dabei helfen, den Verkehr klimafreundlicher zu gestalten. Für das Verkehrsaufkommen und damit die Stauzeiten macht es aber keinen Unterschied, mit welchem Antrieb der Individualverkehr unterwegs ist", sagt Salzburgs Verkehrslandesrat Stefan Schnöll.
  • Foto: Julia Hettegger
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Das Ziel des Landes Salzburg ist es den Personenkraftwagen-Verkehr klimafreundlicher zu gestalten; genau das sollte vor allem durch den forcierten Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel – dort, wo möglich – gelingen. Auch alternative Antriebe, wie die E-Mobilität, spielen dabei eine Rolle.

SALZBURG. Es sei das Ziel des Landes Salzburg auch den Personenkraftwagen-Verkehr klimafreundlicher zu gestalten, wie uns im Büro des Salzburger Verkehrslandesrates, Stefan Schnöll, im Zusammenhang mit Recherchen zu einem Artikel über E-Mobilität erklärt wurde. Grundsätzlich mache es für das Verkehrsaufkommen und damit für die Stau-Entwicklung allerdings keinen Unterschied, mit welchem Antrieb die Autos unterwegs seien. Das Land sei daher bestrebt, diejenigen, die können, dazu zu bewegen, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Man sei sich aber auch bewusst, dass das für viele – gerade im ländlichen Raum – nicht möglich sein werde. Alternative Antriebe – zurzeit vor allem durch die Elektromobilität – sollten jedoch eine bedeutende Stellung im künftigen Verkehrssystem haben, beispielsweise dort, wo kein ausreichender öffentlicher Verkehr angeboten werden könne, oder auch im innerstädtischen Lieferverkehr.

„Alternative Antriebe sollen und werden uns dabei helfen, den Verkehr klimafreundlicher zu gestalten. Für das Verkehrsaufkommen und damit die Stauzeiten macht es aber keinen Unterschied, mit welchem Antrieb der Individualverkehr unterwegs ist. Wir wollen daher diejenigen, die können, mit attraktiven Preisen und einem guten Angebot dazu zu bewegen, auf Öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Für viele Salzburger wird das aber – gerade im ländlichen Raum – nicht möglich sein, das wissen wir. Aber wenn viele, die können, die Öffis nutzen, entlasten wir auch diejenigen, die aufs Auto angewiesen sind.“ (Verkehrslandesrat Stefan Schnöll)

Für die öffentliche Hand ergeben sich laut dem Büro des Verkehrslandesrates im Rahmen einer zukünftigen Ausrichtung des Verkehrssystems verschiedene Handlungsfelder, die die Voraussetzungen für eine adäquate Positionierung der Elektromobilität schaffen sollen.

Erstens: Öffentliche Hand als Vorbild

Das Land und die Stadt Salzburg haben laut dem Verkehrslandesratsbüro mit ihrem Wirken eine besondere Vorbildfunktion. Aus diesem Grund werde bei der Beschaffung von Fahrzeugen in den öffentlichen Flotten von Land und Stadt der emissionsfreie Anteil sukzessive erhöht. Das Land Salzburg verfügt über Elektrofahrzeuge und sei bestrebt sukzessive den Fuhrpark auf alternative Antriebe umzustellen. Im Salzburger Landesmobilitätskonzept 2016 bis 2025, "salzburg.mobil 2025", wird die Umstellung des Pkw-Fuhrparkes des Landes auf alternative Antriebe als Maßnahme dezidiert genannt: „Der Anteil alternativ angetriebener Pkw bei der Dienstwagenflotte des Landes wird schrittweise und deutlich erhöht.“

„Der Anteil alternativ angetriebener Pkw bei der Dienstwagenflotte des Landes wird schrittweise und deutlich erhöht.“ (steht im Landesmobilitätskonzept, "salzburg.mobil 2025")

Derzeit stehen 110 Fahrzeuge, welche von der Fachgruppe Präsidium betreut werden, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landes Salzburg sowie den Regierungsmitgliedern für Dienstfahrten zur Verfügung. Von den in Verwendung stehenden Dienstfahrzeugen verfügen laut Angaben des Verkehrslandesratsbüros aktuell 29 über eine alternative Antriebsform (Elektroantrieb, CNG-Antrieb mit 100 Prozent regionalem Biogasanteil, Plug-In Hybridelektroantrieb). Von diesen 29 Fahrzeugen mit alternativen Antrieben sind sechs Fahrzeuge mit einem reinen E-Motor ausgestattet.

Zweitens: Öffentlichen Verkehr stärken und emissionsfrei machen

Gemäß dem Prinzip "Vermeiden – Verlagern – Verbessern" müsse der öffentliche Verkehr der Zukunft zusätzliche Aufgaben übernehmen. Gemäß den Vorgaben der CVD (Clean Vehicle Directive) seien ambitionierte Zielquoten für emissionsfreie Busse zu erreichen. Diese gelte es bestmöglich, in Kooperation mit allen Gebietskörperschaften und Öffentlichen-Verkehrs-Unternehmen, umzusetzen.

Drittens: Infrastruktur

Elektromobilität und alternative Antriebe bräuchten andere Infrastrukturen als fossil angetriebene Fahrzeuge, insbesondere was die Ladeinfrastruktur betrifft. Zweifellos werde es laut dem Büro von Landesrat Schnöll auch einer Infrastruktur für öffentliches Laden, beispielsweise schnelles Laden an Autobahnen und Verkehrsknoten, bedürfen.

Viertens: Unterstützung innovativer Konzepte und Intermodalität

Eine große Chance in der erforderlichen Umstellung des Verkehrssystems werde auch in intelligent vernetzte innovative Sharingkonzepten, insbesondere zur Lösung der Problematik der „first and last mile“ (erste und letzte Meile) gesehen. Hier sei die Rolle der öffentlichen Hand als „Ermöglicher“ und gegebenenfalls Unterstützer zu sehen. Auch weitere intermodale Schnittstellen zwischen Elektromobilität im motorisierten Individualverkehr, Öffentlichem Verkehr sowie Rad- und Fußgängerverkehr sollten von der öffentlichen Hand forciert werden.

MIT VIDEO – Nur jedes 185. Auto wird rein elektrisch betrieben
Autor:

Peter J. Wieland aus Lungau

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