16 Tage gegen Gewalt
SPÖ-Frauen wollen guerillaartig agieren

SPÖ-Stadträtin Anja Hagenauer (li.) und die Salzburger SPÖ-Landesfrauenvorsitzende LAbg. Karin Dollinger. An der Kampagne 16 Tagen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen beteiligen sich die SPÖ-Frauen jedes Jahr aktiv.
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  • SPÖ-Stadträtin Anja Hagenauer (li.) und die Salzburger SPÖ-Landesfrauenvorsitzende LAbg. Karin Dollinger. An der Kampagne 16 Tagen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen beteiligen sich die SPÖ-Frauen jedes Jahr aktiv.
  • Foto: SPÖ-Frauen Salzburg
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Am Mittwoch, dem 25. November, starten die internationalen 16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Auch die SPÖ-Frauen wollen in diesem Jahr – wegen der Corona-Pandemie beziehungsweise wegen Covid-19 ein alternatives – aber "ein besonders lautes Zeichen setzen". Wie das gelingen soll und eine paar von der Sozialdemokratie berichtete Zahlen rund ums Thema Gewalt an Frauen und Mädchen.

SALZBURG. Im Jahr 2019 wurden laut den Angaben der SPÖ-Frauen Salzburg in Relation zur Bevölkerungsgröße gerechnet nur in Wien mehr Betretungsverbote ausgesprochen als im Bundesland Salzburg. Die Entwicklung zeige, dass die Fälle sexualisierter Gewalt gegen Frauen während den Ausgangsbeschränkungen infolge der Corona-Pandemie noch einmal drastisch angestiegen seien. „Angesichts der Zunahme von häuslichen Gewaltverbrechen ist es uns als SPÖ-Frauen heuer umso wichtiger, während der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen auf dieses große Problem in der Gesellschaft aufmerksam zu machen“, sagt die Salzburger SPÖ-Landesfrauenvorsitzende, die Landtagsabgeordnete Karin Dollinger.

Guerillaartige Taktik in allen Bezirken

Weil in diesem Jahr Corona-bedingt klassische Verteil- und Straßenaktionen nicht möglich seien, haben sich die Salzburger SPÖ-Frauen andere Aktionsformen überlegt. "Wir werden guerillaartig Kärtchen mit Häkelblumen auf Laternenmasten, Radständer, Bänken und Sträuchern anbringen, die über Anlaufstellen bei erlebter Gewalt informieren“, informiert die SPÖ-Frauenvorsitzende in der Stadt Salzburg, Gemeinderätin Sabine Gabath. Ähnliche Aktionen werde es seitens der SPÖ-Frauen in allen Bezirken geben.

"Wir werden guerillaartig Kärtchen mit Häkelblumen auf Laternenmasten, Radständer, Bänken und Sträuchern anbringen, die über Anlaufstellen bei erlebter Gewalt informieren“, informiert die SPÖ-Frauenvorsitzende in der Stadt Salzburg, Gemeinderätin Sabine Gabath.
  • "Wir werden guerillaartig Kärtchen mit Häkelblumen auf Laternenmasten, Radständer, Bänken und Sträuchern anbringen, die über Anlaufstellen bei erlebter Gewalt informieren“, informiert die SPÖ-Frauenvorsitzende in der Stadt Salzburg, Gemeinderätin Sabine Gabath.
  • Foto: SPÖ-Frauen Salzburg
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Beratungseinrichtungen, vor allem aber auch die Frauenhäuser sind eine wichtige Stütze in der Not; sie müssten jetzt massiv ausgebaut werden, betont SPÖ-Stadträtin Anja Hagenauer.

Gefährder eher Mann, Opfer eher Frau

Sexualisierte Gewalt ist laut den SPÖ-Frauen Salzburg zwar nicht ausschließlich, aber überwältigend männlich. So seien im Jahr 2019 90 Prozent der Gefährder männlich und 83 Prozent der Opfer weiblich gewesen. Im Bundesland Salzburg wurden laut den Sozialdemokraten 555 Betretungsverbote gemeldet, was zehn Betretungsverboten pro 10.000 EinwohnerInnen entspreche.

Betretungsverbote in den Bezirken

Die SPÖ-Frauen berichten auch über die Betretungsverbote des Vorjahres mit Blick auf die Salzburger Bezirke. So habe es im Flachgau 85 Betretungsverbote gegeben, was 5,54 Fälle pro 10.000 Einwohner entspricht. Im Lungau waren es elf Betretungsverbote (5,41 Fälle/10.000 Ew); der Pinzgau kam im Vorjahr auf  87 Betretungsverbote (9,93 Fälle/10.000); der  Pongau kam auf 46 Betretungsverbote (5,67 Fälle/10.000); in der Stadt Salzburg gab es 276 Betretungsverbote (18,11 Fälle/10.000) und im Tennengau waren es 59 Betretungsverbote (9,7 Fälle/10.000).

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