SPÖ prangert an: "SALK-Eingliederung des KH Tamsweg führte zu Abbau beim Personal"

Lungaus SPÖ-Chef LAbg. Gerd Brand: "Insgesamt 30 Kündigungen durch Dienstnehmerinnen bzw. Dienstnehmer im öffentlichen Sektor innerhalb von zwei Jahren sind (...) mehr als ungewöhnlich."
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TAMSWEG (pjw). Der Salzburger SPÖ-Landtagsklub hat eine Anfrage eingebracht, wie es um die ärztliche und pflegerische Personalsituation in der Landesklinik Tamsweg, die Anfang 2016 in die Salzburger Landeskliniken (SALK) eingegliedert wurde, steht. Der Lungauer SPÖ-Chef, der Landtagsabgeordnete Gerd Brand, fasst die Personalentwicklung so zusammen: „Bereits 2015, also im Vorfeld der Übernahme durch die SALK wurde der Stand an Krankenschwestern bzw. Krankenpflegern um zehn Prozent reduziert, und seit der Eingliederung erlebt das Krankenhaus einen weiteren Rückgang bei den Ärztinnen bzw. Ärzten, beim Pflegepersonal und auch bei den stationären Hilfskräften."

30 Kündigungen seit 2015

Die aus Sicht der SPÖ "hohe Anzahl" derer, die zwischen Jänner 2015 und August 2017 von sich aus gekündigt hätten – nämlich 30 Angestellte – werfe Fragen auf. "Der Rückgang um zehn Personen beim Pflegepersonal 2015 lässt sich einfach erklären. Es handelte sich dabei vermutlich um befristete Verträge, die nicht mehr verlängert wurden. Insgesamt 30 Kündigungen durch Dienstnehmerinnen bzw. Dienstnehmer im öffentlichen Sektor innerhalb von zwei Jahren sind jedoch mehr als ungewöhnlich. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum sind 17 Personen in Pension gegangen“, sagt Brand.

Weniger Ärzte, Pfleger und Hilfskräfte

In ihrer Ergebnis-Zusammenfassung sowie -bewertung der Anfragebeantwortung gehen die Sozialdemokraten ein wenig ins Detail: so sein mit Stand Jänner 2015 noch 97,05 (Vollbeschäftigungsequiavalente, VBÄ) KrankenpflegerInnen im Krankenhaus Tamsweg beschäftigt gewesen, während bei der SALK-Übernahme im Jänner 2016 nur noch 85,16 diplomierte Pflegekräfte angestellt waren. Seit der Eingliederung sei das medizinische Personal noch weiter reduziert worden: mit Stand August 2017 sei bei den ÄrztInnen (1,23 VBÄ), wie auch bei den PflegerInnen (-1,33 VBÄ) und stationären Hilfskräften (-1,13 VBÄ) jeweils zumindest eine Stelle gestrichen worden. Und ohnehin bekannt sei, dass der Bettenstand seit 2015 von 139 auf 80 vollstationäre und vier weitere tagesklinische Betten reduziert wurde, fasst die SPÖ Salzburg das Ergebnis der Anfragebeantwortung zusammen.

"Verwaltung aufgebläht"

„Die Anfragebeantwortung durch Landesrat Stöckl hat außerdem ergeben, dass beim Verwaltungspersonal, wenn auch nur leicht, aufgestockt wurde. Die Zahlen weisen jedenfalls eine exakt gegenteilige Entwicklung zu dem auf, was ursprünglich versprochen wurde. Statt Effizienz ist der Verwaltungsapparat stärker aufgebläht als zuvor. Die pflegerische Personalsituation hat sich nicht verbessert, sondern verschlechtert“, stößt es dem Lungauer SPÖ-Chef Brand sauer auf.

"Widerspricht Versprechungen"

Salzburgs SPÖ-Chef Walter Steidl bewertet den Status quo so: „Die Personalentwicklung im Krankenhaus Tamsweg lässt zumindest nichts Gutes vermuten und widerspricht klar den ursprünglichen Versprechungen, wonach mit der Eingliederung in die SALK alles besser werden sollte. Im Endeffekt liegt die Vermutung nahe, dass die Arbeits-, wie auch die Pflegebedingungen schlechter wurden."

>> Lesen Sie auch die Entgegnung der Kollegialen Führung der Landesklinik Tamsweg – hier der Link: Landesklinik Tamsweg: Kollegiale Führung gibt dem Lungauer SPÖ-Chef Konter

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Lungaus SPÖ-Chef LAbg. Gerd Brand: "Insgesamt 30 Kündigungen durch Dienstnehmerinnen bzw. Dienstnehmer im öffentlichen Sektor innerhalb von zwei Jahren sind (...) mehr als ungewöhnlich."
Missmütig beäugt die SPÖ Salzburg die Personalentwicklung im Tamsweger Spital seit der Übernahme durch die SALK im Jänner 2016.

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