Öffentlicher Verkehr
Wasserstoff soll künftig die Murtalbahn antreiben

Bürgermeister Thomas Kalcher (Murau) und die steirische Landtagsabgeordnete Manuela Khom präsentierten das Murauer Wasserstoffprojekt.
  • Bürgermeister Thomas Kalcher (Murau) und die steirische Landtagsabgeordnete Manuela Khom präsentierten das Murauer Wasserstoffprojekt.
  • Foto: Pfister
  • hochgeladen von Peter J. Wieland

Die Murauer präsentieren ein weiteres Pilotprojekt: Die Murtalbahn, die bis Tamsweg verkehrt, soll in Zukunft mit Wasserstoff angetrieben werden. Wolfgang Pfister, der geschäftsführender Chefredakteur unserer Bezirksblätter-Schwesterzeitungen Murtaler Zeitung/WOCHE Murtal hat zum Thema recherchiert. Hier nun sein Artikel.

MURAU, TAMSWEG. Die Murauer hatten schon immer innovative Visionen. Ihre „Energievision“ hat sie energieautark gemacht. Der steirische Bezirk ist Vorreiter in Sachen erneuerbarer Energie und produziert heute bereits mehr Strom als er selber verbrauchen kann. Den stationären Bereich habe Murau mit erneuerbarer Energie bereits sehr gut versorgt, im mobilen Bereich sieht Bürgermeister Thomas Kalcher aber „noch Luft nach oben“. Ein weiteres interessantes Projekt stellte der Murauer Bezirksbürgermeister gemeinsam mit der Abgeordneten zum steirischen Landtag Manuela Khom in Judenburg vor.

Eigene Wasserstofferzeugung

Seit vielen Jahren kämpfen die Murauer um eine Modernisierung der Murtalbahn und eine damit verbundene Verbesserung der Infrastruktur im Bereich öffentlicher Verkehr. Auch eine Umstellung von Schmalspur auf Normalspur wurde angedacht. In diesem Zusammenhang träumten die Murauer gar von einer Weiterführung der Zugverbindung in Richtung Salzburg. Bisher blieben alle Bemühungen in diese Richtung erfolglos.
Gedanken machten sich die Murauer von Anfang an auch darüber, mit welcher Energie die Murtalbahn in Zukunft betrieben werden könnte.

Im Raum stand auch eine Elektrifizierung, was aber hohe Kosten mit sich gebracht hätte. Fossile Energie sollte für den Antrieb der Murtalbahn künftig nicht mehr infrage kommen. Nun könnte Wasserstoff die Lösung sein. Vorbild dafür ist ein Projekt für die Zillertalbahn, das im Jahr 2022 realisiert werden soll. Die Studie für die Murtalbahn profitiere von den Erfahrungen des Zillertal-Projektes, so die Abgeordnete Manuela Khom.

Im Verkehrsressort von Landesrat Anton Lang (Steiermark) beschäftigt man sich derzeit mit der Zukunft der Murtalbahn. Vorige Woche haben Vertreter der Holzwelt Murau mit der Landtagsabgeordneten. Manuela Khom und DI Dr. Alexander Trattner, CEO des HyCenta Hydrogen Centers Austria, beim Verkehrslandesrat vorgesprochen und das Projekt, hinter dem alle Bürgermeister des Bezirkes stehen, präsentiert.

Soll auf übrige Murau-Öffis ausgedehnt werden

In weiterer Folge sollen in Murau neben der Murtalbahn auch der übrige öffentliche Verkehr und darüber hinaus Fahrzeuge gewerblicher Betriebe mit Wasserstoff betrieben werden. Eine umweltfreundliche und wirtschaftliche Alternative zur fossilen Energie. Umsetzen möchte man die Wasserstoffproduktion im eigenen Bezirk mit einem Konsortium, bestehend aus heimischen Energieversorgern.

Autor: Wolfgang Pfister

Autor:

Peter J. Wieland aus Lungau

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