Spargelzeit
Spargel-Import: Wer bezahlt für billig?

Unsere heimischen Bäuerinnen und Bauern liefern von Anfang April bis Ende Juni wunderbaren Spargel aus der Region, der sich zu herrlichen Gerichten verarbeiten lässt.
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  • Unsere heimischen Bäuerinnen und Bauern liefern von Anfang April bis Ende Juni wunderbaren Spargel aus der Region, der sich zu herrlichen Gerichten verarbeiten lässt.
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Importierter Billig-Spargel wird auf Kosten sozialer und ökologischer Standards produziert.

SALZBURG. Wenn die Temperaturen steigen, wird auch das Potpourri an saisonal verfügbarem, heimischem Obst und Gemüse wieder vielfältiger. Einer der ersten Frühlingsboten ist der Spargel, der von vielen schon lange herbeigesehnt wird. Doch obwohl er in Österreich erst ab April geerntet wird, ist importierter Spargel schon lange vor der heimischen Ernte verfügbar. Schade eigentlich, nimmt das dem Spargel doch genau jene Rarität, die ihn für uns so besonders macht.

Billig auf Kosten anderer

Abgesehen davon ist importierter Spargel oftmals billiger als Spargel aus Österreich. Es geht sogar so weit, dass Bio-Spargel aus dem Ausland günstiger als unser heimischer konventioneller Spargel ist. Das macht es unter Umständen noch verlockender, importierten Spargel zu kaufen. Doch der Skandal um die prekären Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft unter anderem in Italien hat gezeigt: Die Ersparnis in unserem Börserl bezahlt ein Mensch, den wir ausbeuten.

Maria Fanninger, Land schafft Leben: "Der Kauf von regionalen und saisonalen Produkten, bedeutet hoher sozialer und ökologischer Standard."
  • Maria Fanninger, Land schafft Leben: "Der Kauf von regionalen und saisonalen Produkten, bedeutet hoher sozialer und ökologischer Standard."
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Greifen wir hingegen zu heimischem Obst und Gemüse, dann entscheiden wir uns gleichzeitig auch für die hohen sozialen und ökologischen Standards, die wir in Österreich haben. Eine Entscheidung, die eigentlich ganz einfach zu treffen ist, denn unsere heimischen Bäuerinnen und Bauern liefern gute drei Monate lang – nämlich von Anfang April bis Ende Juni – wunderbaren Spargel aus der Region, der unseren Werten entsprechend produziert wird.

Lebensmittel wieder besonders machen

Auch die ständige Verfügbarkeit vieler anderer Obst- und Gemüsesorten ist für uns längst zu einer Selbstverständlichkeit geworden – mit all ihren negativen Folgen. Doch egal ob Spargel, Erdbeere oder Tomate: Wir haben es selbst in der Hand, etwas zu ändern. Denn nachgeschlichtet wird nur das, was vorher auch aus dem Regal genommen wurde. Greifen wir zu regionalen und saisonalen Produkten, dann kaufen wir auch unseren sozialen und ökologischen Werten entsprechend und unterstützen die heimischen Betriebe. Das hält die Wertschöpfung in Österreich und bringt ganz nebenbei auch die Besonderheit und den Wert unserer Lebensmittel wieder zurück in unser Bewusstsein.

Auf den heimischen Spargel zu warten, zahlt sich aus. Denn importierter Spargel wird oft auf Kosten sozialer und ökologischer Standards produziert.
  • Auf den heimischen Spargel zu warten, zahlt sich aus. Denn importierter Spargel wird oft auf Kosten sozialer und ökologischer Standards produziert.
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Auf die heimische Spargelsaison zu warten, zahlt sich also aus. Und Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude – auch oder vielleicht sogar ganz besonders beim Essen.

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