Der Lungau ist beim Beschäftigungszuwachs Landesmeister

Kaco-Werksleiter Gernot Feiel und AK-Salzburg-Präsident Peter Eder (re.).
  • Kaco-Werksleiter Gernot Feiel und AK-Salzburg-Präsident Peter Eder (re.).
  • Foto: AK Salzburg
  • hochgeladen von Peter J. Wieland

LUNGAU.  Im Lungau werde vieles richtig gemacht: Die Einkommen liegen im Mittelfeld, die Arbeitslosigkeit sei gegenüber dem Vorjahr deutlich um 7,6 Prozent zurückgegangen und kein anderer Bezirk könne sich über einen ähnlich hohen Beschäftigungszuwachs freuen. Zwischen Juli 2016 und Juli 2017 wurden um 4,2 Prozent mehr Stellen – das sind 290 in absoluten Zahlen – geschaffen; doppelt so viel als im Landesschnitt. Das gab die AK Salzburg bekannt. Einen wahren Wachstumsboom erfuhr die Produktions-Branche. Hier konnten binnen eines Jahres 82 neue Jobs geschaffen werden. Mitverantwortlich für diesen Erfolg sei das Unternehmen KACO-Dichtungstechnik GesmbH mit Sitz in St. Michael im Lungau. Das stark expandierende Unternehmen, welches für die größten Automobilhersteller Europas Dichtungen baut, stellte laut AK zwischen Juli 2016 und Juli 2017 rund 25 Mitarbeiter ein; mit derzeitigem Stand sogar plus 75 neue Beschäftigte.

Fast jeder dritte neue Job bei Kaco geschaffen

„Der Betrieb ist wichtig für die Region“, sagte AK-Salzburg-Präsident Peter Eder, der im Rahmen seines Bezirkstages am 8. Mai Kaco besuchte. „Fast jeder dritte neue Job in dieser Branche wurde bei Kaco geschaffen“, freute sich Eder. „Solche Unternehmen haben einen wichtigen Einfluss auf die Region. Sie bieten den Menschen Vollzeit-Arbeit sowie die Sicherheit einer ganzjährigen Beschäftigung. Die Mitbestimmung der Arbeitnehmer ist dort höher, weil es meist einen Betriebsrat gibt, der für einen guten Interessenausgleich von Unternehmensführung und Beschäftigten sorgt.“ Und weiter: "Kaco sichert als größter Arbeitgeber im Lungau nicht nur die Jobs vieler Menschen, sondern setzt sich auch für die Betreuung der Kleinsten ein.“ Durch einen finanziellen Zuschuss von Kaco konnte im Kindergarten St. Michael eine „Spürnasenecke“ eingerichtet werden. Die Initiative soll das Interesse an Mathematik und Technik schon in jungen Jahren wecken und die Experimentierfreude mit lustigen altersgerechten Spielen fördern. AK-Präsident Eder kennt die „Spürnasenecke“ schon aus seiner Zeit als Bürgermeister. „Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, wie wichtig Firmen wie KAco sind, die sich um die Förderung einer Region kümmern – und das beginnt schon bei der Betreuung der Kleinsten.“

Aufholbedarf bei Kinderbetreuung

Aber: In Sachen Kinderbetreuung habe der Lungau dennoch großen Aufholbedarf, vor allem bei der institutionellen Betreuung der unter Dreijährigen. Eine aktuelle AK-Studie („Kinderbetreuung in Salzburg“) zeige, dass die Betreuungsquote lediglich bei 16,2 Prozent liege (Salzburgschnitt: 25,6 Prozent. Damit belege der Lungau im Bezirksranking nur den 4. Platz; und nur drei Einrichtungen würden Varianten bieten, die sich mit den Vollzeitjobs beider Elternteile vereinbaren ließen. „Das hat nichts mit Wahlfreiheit zu tun“, so Peter Eder, „wegen des fehlenden Angebots, sind Eltern – vorwiegend Frauen – dazu gezwungen, die Arbeit zu reduzieren, zu beenden oder länger als geplant, zuhause bei den Kindern zu bleiben. Die Folgen im Hinblick auf das weitere Berufsleben sind gravierend: Einkommensverluste, erhöhte Armutsgefährdung und letztlich eine mangelnde eigenständige Pensionsabsicherung. Aus diesem Grund fordere ich flexible, ganzjährige und flächendeckende Kinderbetreuung. Denn nur so kann Beruf und Familie unter einen Hut gebracht werden.“

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