Finanz- und Bankwesen
Einen Überfall auf eine Sparkasse im Lungau gab es noch nie

Generaldirektor Christoph Paulweber zeigt, passend zum Jubiläumsjahr auf ein Fünf-Gulden-Muster-Poster; Filialleiter Franz Kröll (Mitte) und Alois Stiegler, Leiter des regionalen Beratungszentrums für Firmenkunden.
  • Generaldirektor Christoph Paulweber zeigt, passend zum Jubiläumsjahr auf ein Fünf-Gulden-Muster-Poster; Filialleiter Franz Kröll (Mitte) und Alois Stiegler, Leiter des regionalen Beratungszentrums für Firmenkunden.
  • hochgeladen von Peter J. Wieland

Vor 200 Jahren wurde die erste Sparkasse Zentral- und Osteuropas im Wiener Bezirk Leopoldstadt gegründet. In Salzburg gibt die Sparkasse seit 1856, in Tamsweg seit 1886.

TAMSWEG, SANKT MICHAEL. Die Sparkasse feiert heuer ihr 200-jähriges Gründerjubiläum, weil in Wien-Leopoldstadt 1819 die erste Sparkasse Zentral- und Osteuropas gegründet wurde. Damals sei auch das Sparbuch entstanden – vor 200 Jahren bei einer fixen Verzinsung von vier Prozent, wie der Salzburger Sparkasse-Generaldirektor, Christoph Paulweber, bei einem Besuch in Tamweg vor kurzem erwähnte.

Im Lungau ließ sich die Sparkasse übrigens 1886 nieder. Die Marktgemeinde Tamsweg war damals der Haftungsträger. Eine Banküberfall habe es in all den Jahrzehnten im Lungau auf eine Sparkasse nie gegeben, sagte Franz Kröll, der Filialleiter der Lungauer Sparkassenstandorte. Heute, 2019, beschäftigt die Sparkasse im Lungaau 14 Mitarbeier, unterhält Standorte in Tamsweg und St. Michael und einen SP-Standort in Mauterndorf.

2018 wurden 15 Mio. Neukredite vergeben

2018 hat die Salzburger Sparkasse im Lungau ein Finanzierungsvolumen in Höhe von 15 Millionen Euro an Neukrediten vergeben. „Die Sparkasse ermöglichte im Lungau durch die Bereitstellung von Finanzmitteln 30 kommerzielle Investitionsvorhaben", schildert Alois Stiegler, Leiter des regionalen Beratungszentrums für Firmenkunden der Salzburger Sparkasse, "2018 lag ein starker Fokus auf der raschen Finanzierungsentscheidung und seit kurzem können betriebliche Sofortfinanzierungen bis zu 100.000 Euro im Rahmen der Kreditlinie des Kunden auch digital in Anspruch genommen werden.“

"101 Konsumfinanzierungen und 56 private Wohnbauprojekte wurden vergangenes Jahr durch die Sparkasse im Lungau ermöglicht", berichtet der Lungauer Sparkassen Filialleiter Franz Kröll und führt aus. "Für kleinere Anschaffungen hat der digitale Verkauf im Privatkundengeschäft stark zugenommen. Aktuell wird bereits fast jeder zweite private Konsumkredit – 45 Prozent – online abgeschlossen. In der privaten Finanzierung wollen wir neben den digitalen Möglichkeiten als rasche Finanzierungschance insbesondere unsere Beratungskompetenz in allen Fragen des Wohnbaus und der Wohnraumsanierung hervorheben, die auch 2018 sehr großen Zuspruch erfuhr."

2018 wuchs das Geschäft an

„Unser Geschäftsmodell spielte auch 2018 seine Stärken voll aus", kommentiert Generaldirektor Paulweber das Jahresergebnis 2018 der gesamten Salzburger Sparkasse, " un einem anhaltend positiven Risikoumfeld konnten sowohl die Forderungen als auch die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um beachtliche zehn Prozent gesteigert werden. Im Zusammenspiel mit einer leichten Steigerung der Zins- und Provisionserträge, sowie einem stabilen Betriebsaufwand kann für 2018 mit 50 Millionen Euro das gleiche Betriebsergebnis wie für 2017 ausgewiesen werden. Wir sind mit unserer Liquiditätsausstattung ebenso zufrieden, wie mit unseren Kapitalquoten: Durch unser ausgezeichnetes Geschäftsergebnis konnten wir 29,6 Millionen Euro in das Eigenkapital verbuchen, wodurch unsere Eigenmittelquote nach Basel drei nun bei 14,45 Prozent liegt. Diese ausgezeichnete Eigenkapitalausstattung und unsere gut geführte Risikosituation sind die Basis für aktive Kreditvergaben an unsere Kunden.“

Frauen will die Sparkasse faire Chance geben

Insgesamt hat die Salzburger Sparkasse 640 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 38,5 Prozent in Teilzeit. „Im Lungau sind insgesamt 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um die Finanzgeschäfte der über 5.600 Kundinnen und Kunden bemüht“, berichtet Franz Kröll.
Im Rahmen eines vor zwei Jahren gestarteten Diversity-Programmes will die Salzburger Sparkasse das strategische Ziel verfolgen, „Die beste Arbeitgeberin“ zu werden und Frauen in allen Lebensphasen zu unterstützen sowie ihre Weiterentwicklung zu fördern, damit sie Karriere und Familie bestmöglich in Einklang bringen können. „In der Salzburger Sparkasse ist die Belegschaft weiblich dominiert. Der Frauenanteil steigt stetig und liegt derzeit bei 62 Prozent. Auch der Teilzeittrend zeigt nach oben: aktuell arbeiten 59 Prozent der Frauen und sieben Prozent der Männer in Teilzeit“, ssagt Franz Kröll.

„Den Frauenanteil bei Führungskräften zu erhöhen, ist uns gelungen, so stieg zum Beispiel der Anteil bei den Filial- und Kommerz-Centerleiterinnen von 17 auf 31 Prozent. Wir setzen auf Job-Sharing und achten bei Ausschreibungen darauf, diese auch in Teilzeit anzubieten. Hier setzen unsere Maßnahmen wie Karrierecoaching für Teilzeit-Mitarbeiterinnen sowie Netzwerktreffen an, um Frauen in diesen Positionen bestmöglich zu unterstützen“, erläutert Generaldirektor Paulweber.

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