AMS Tamsweg
Knapp 700 mehr registrierte Arbeitslose in zehn Tagen

Tamswegs AMS-Leiter Andreas Hinterndorfer: "Das Arbeitsmarktservice Tamsweg arbeitet auf Hochtouren an der Existenzsicherung für hunderte Menschen in der Region." (Archivfoto)
  • Tamswegs AMS-Leiter Andreas Hinterndorfer: "Das Arbeitsmarktservice Tamsweg arbeitet auf Hochtouren an der Existenzsicherung für hunderte Menschen in der Region." (Archivfoto)
  • Foto: Peter J. Wieland
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Die Corona-Krise hat den Arbeitsmarkt im Bezirk Lungau nahezu in allen Bereichen getroffen, wie das Arbeitsmarktservice Tamsweg berichtet. Ein Rekord an Kündigungen mit knapp 700 mehr registrierten Arbeitslosen, aber auch ein großes Interesse an der COVID-19-Kurzarbeit würden die jüngsten Entwicklungen prägen.

TAMSWEG. Seit dem Beginn der Ausgangsbeschränkungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie gab es im Zeitraum vom 15. bis zu 25. März knapp 700 mehr registrierte Arbeitslose im Bezirk Lungau als noch in den Tagen davor. „So einen enormen Anstieg der Arbeitslosigkeit und das innerhalb von nur ein paar Tagen, hat es noch nie im Bezirk gegeben“, sagt Andreas Hinterndorfer, Leiter des Arbeitsmarktservice (AMS) Tamsweg. „Seit Ende Februar hat sich die Zahl der arbeitssuchenden Menschen mehr als verdoppelt und wir haben noch nicht einmal das Monatsende erreicht“.

Fast alle Branchen betroffen

Aufgrund der Krise gebe es arbeitsuchende Personen verteilt über nahezu alle wirtschaftliche Bereiche. „Branchen mit saisonalen Schwankungen bei der Beschäftigung, wie speziell im Tourismus, dem Bauwesen sind besonders betroffen“, informiert Hinterndorfer.

Covid-19-Kurzarbeit: Personal halten statt kündigen

Seit letzter Woche können Unternehmen die neue Covid-19-Kurzarbeitsregelung in Anspruch nehmen und beim AMS beantragen, wie Hinterndorfer informiert. „Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben bislang bereits über 100 Unternehmen über die neue COVID-19-Kurzarbeit beraten und wir appellieren an alle Unternehmen das neue Kurzarbeitsmodell zur Sicherung der Beschäftigten zu nutzen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht zu kündigen“, so der AMS-Chef im Lungau.

Förderteam des AMS wurde verstärkt

Der Andrang auf die neue COVID-19-Kurzarbeit sei enorm und die ersten Förderanträge wären auch bereits gestellt worden. Das AMS Salzburg habe – so wird verlautbart – sein Förderteam bereits verstärkt und mit der Abwicklung der unzähligen Anträge gestartet. Aufgrund der Vielzahl an Anträgen werde die Bearbeitung und Prüfung der Förderbegehren einige Tage in Anspruch nehmen.

AMS bietet um Geduld

Abschließend bittet Hinterndorfer um Geduld und um Verständnis für die Abarbeitung aller Anliegen. „Wir kümmern uns so rasch als möglich um alle Anliegen. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind mit vollem Einsatz, unter keinen einfachen Rahmenbedingungen, für die Anliegen unserer Kundinnen und Kunden da. Wir arbeiten mit Hochdruck an der Existenzsicherung aller Anträge und Förderbegehren beziehungsweise an der Beantwortung aller Anfragen", betont Hinterndorfer und ergänzt: "Ein spezieller Dank gilt meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren unermüdlichen Einsatz in den letzten Tagen, die mit ihrer Arbeit für hunderte Menschen in der Region die Existenzsicherung mit Arbeitslosengeld und Kurzarbeit sicherstellen“.  Auf der Homepage des AMS Salzburg stünden alle wichtigen Informationen und Förderunterlagen zur COVID-19-Kurzarbeit inklusive einem Kurzarbeit-Rechner sowie einem Video als Ausfüllhilfe für die Antragstellung zur Verfügung.

>> Mehr Lungau-News findest du >>HIER<<

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