Zwölf Betten für psychische Gesundheit

Oberarzt Hubert Artmann (l.) und Hygienefachkraft Rainer Hübl haben im Krankenhaus Schwarzach die „Aktion Saubere Hände“ gestartet.
  • Oberarzt Hubert Artmann (l.) und Hygienefachkraft Rainer Hübl haben im Krankenhaus Schwarzach die „Aktion Saubere Hände“ gestartet.
  • Foto: Krankenhaus Schwarzach
  • hochgeladen von Julia Hettegger

Das Kardinal Schwarzenberg'sche Krankenhaus in Schwarzach ist bereits jetzt, vor dem Neubau des Kinderspitales, das Versorgungszentrum für Kinder- und Jugendheilkunde im Süden des Bundeslandes. Jetzt teilt das Krankenhaus mit, dass im Rahmen des Umbaus auch zwölf Betten für Kinderpsychosomatik und -psychiatrie etabliert werden sollen. Nach epidemiologischen Studien leiden in Österreich zwischen 20 und 25 Prozent aller kranken Kinder an psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen, aber nur ein geringer Teil dieser Kinder kann mangels ausreichender Möglichkeiten gezielt behandelt werden. Josef Riedler, Leiter des Kinder- und Jugendspitals, kann diese Zahlen auch für das KH Schwarzach bestätigen: „Rund 15 bis 20 Prozent der Kinder, die wir bei uns behandeln, sind psychisch auffällig, rund fünf Prozent brauchen eine entsprechende Behandlung.“ „Therapiert“ werden künftig junge Patienten, die beispielsweise an akuten Belastungsreaktionen, Angststörungen, Depressionen, Essstörungen, Konzentrations-, Hyperaktivitätsstörungen, chronischen Schmerzsyndromen oder chronischen körperlichen Erkrankungen, verbunden mit psychischen Problemen, leiden. „In Salzburg setzen wir mit dem Ausbau der Kinderpsychosomatik und Kinderpsychiatrie am Kardinal Schwarzenberg'schen Krankenhaus den Weg des Ausbaus der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung von Kindern und Jugendlichen konsequent fort und schließen damit eine Versorgungslücke“, betonte Sozial- und Gesundheitsreferentin Landesrätin Erika Scharer kürzlich bei einem Lokalaugenschein. Die Folgekosten für die neue Versorgungseinheit werden rund 860.000 Euro pro Jahr betragen, wobei die entfallenden Beträge bereits in der genehmigten Investitionssumme in den Neubau des Kinderspitals inkludiert sind. Es sollen also keine zusätzlichen Kosten anfallen. Der Start ist im Herbst geplant.

„Aktion Saubere Hände“ – 30 Sekunden können Leben retten
Nicht zuletzt im Kinderspital, aber auch dort, kommt es laufend zu Handkontakt zwischen Patienten, Besuchern und dem Pflegepersonal – gefährlich, denn Infektionen in Krankenhäusern gehören zu den bedeutendsten Risikofaktoren für Patienten. Dabei kann in nur 30 Sekunden das Risiko gebannt werden. Die wichtigste Gegenmaßnahme klingt einfach: Händedesinfektion. Diese greift aber nur, wenn sie von allen Mitarbeitern, Angehörigen und Besuchern gewissenhaft durchgeführt wird. Doch wie desinfiziert man die Hände richtig, bzw. wann nimmt man eine Desinfektion vor? Mit der „Aktion Saubere Hände“ im KH Schwarzach sollen Besucher darauf sensibilisiert werden. „Wir haben in den Eingangsbereichen der Stationen viele zusätzliche Spender und Infotafeln über die richtige Durchführung der Händedesinfektion montiert“, erklärt DGKP Rainer Hübl, Hygienefachkraft im Kardinal Schwarzenberg‘schen Krankenhaus. „Vor und nach direktem Patientenkontakt sollten die Hände desinfiziert werden.“ Und das ist höchst einfach: Den Spender betätigen und das Desinfektionsmittel gut in den Händen verreiben. Schon nach 30 Sekunden ist die Flüssigkeit geruchs- und rückstandslos eingezogen. Man erledigt es quasi im Vorbeigehen.

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Autor:

Julia Hettegger aus Salzburg

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