10.10.2014, 10:46 Uhr

Militärischer Festakt zum Abschied aus der Riedenburg-Kaserne

Landtagspräsidentin Pallauf und Militärkommandant Hufler schreiten die Front ab.

Es war ein sonniger Herbsttag, der den letzten offiziellen Festakt in der Riedenburg umrahmte. Zum feierlichen Niederholen der Bundesflagge waren am 3. Oktober die Militärmusik, ein Fahnentrupp des Militärkommandos Salzburg, ein Ehrenzug des Radarbataillons, Kadersoldaten des Militärkommandos sowie 150 Ehrengäste und ehemalige Bedienstete der Riedenburg-Kaserne angetreten.



Der Salzburger Militärkommandant, Brigadier Heinz Hufler, begrüßte die Gäste und erläuterte die Neuigkeiten des Strukturpaketes. Für Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden gabt es ein weinendes und ein lachendes Auge bei der Schließung der Kaserne: Weinend, weil damit der einzige Bundesheerstandtort in der Stadt Salzburg geschlossen werde und damit eine Ära zu Ende gehe, so Schden. Lachend, weil dringend benötigter Wohnraum geschaffen werden könne. "Wir bedanken uns beim Bundesheer für die jahrzehntelange gute Zusammenarbeit und die großartige Unterstützung bei Katastrophen in der Stadt", so Bürgermeister Schaden.

Mit dem Einholen der Bundesflagge endete symbolisch die Nutzung der Riedenburg-Kaserne. Im Anschluss übergab Brigadier Hufler die Schlüssel für die Kaserne an die Vertreter der Gemeinnützigen Salzburger Wohnbaugesellschaft. Mit der Ansprache der Landtagspräsidentin und der Salzburger Landeshymne ging der letzte offizielle Festakt in der Kaserne zu Ende.

Die Riedenburg-Kaserne

Die Riedenburg-Kaserne ist die älteste Kaserne in Salzburg. Zu Zeiten der Fürsterzbischöfe wurde das Gelände bereits als Exerzier- und Übungsgelände genutzt. Bereits Anfang des 18. Jahrhunderts wurden die ersten Bauten errichtet. Die Kaserne im heutigen Erscheinungsbild wurde im Wesentlichen um 1860 errichtet. Zu Zeiten der k.u k. Armee und im Bundesheer der 1. Republik waren Artillerietruppen in der Riedenburg-Kaserne stationiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzen die Amerikaner die Kaserne. Mit 1. November 1955 zog die B-Gendarmerie - die Vorläuferorganisation des Bundesheeres - ein. Aus dem Kommando der 8. Gebirgsjägerbrigade entwickelte sich 1963 das Militärkommando Salzburg, das bis heute hier stationiert ist. Bis Jahresende erfolgt die Übersiedlung in die Schwarzenberg-Kaserne.
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